Titelaufnahme

Titel
Manager und Ethik - ein "hölzernes Eisen"? / Markus Franz Weinberger
Verfasser/ VerfasserinWeinberger, Markus Franz
Begutachter / BegutachterinNeuhold, Leopold
Erschienen2015
UmfangVI, 76 Bl. : zahlr. graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Management / Ethik / Management / Ethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-82161 Persistent Identifier (URN)
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Manager und Ethik - ein "hölzernes Eisen"? [1.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Manager sind heute Sinnbild modern strukturierter Unternehmungen. Der Beruf des Managers steht heute jedoch im Zwiespalt. Durch die Gazetten geistert das Bild des bösen, rein auf Unternehmenskennzahlen und Gewinn fixierten Unternehmertypus. Einerseits ist er Aktionären und Investoren verpflichtet, mit der Unternehmung einen möglichst großen, monetären Gewinn zu erzielen. Anderseits sieht er sich auch mit ethischen Fragen konfrontiert, da seine Handlungen unweigerlich Konsequenzen auf seine Umwelt entfalten. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Frage zu stellen, ob Manager unter Wettbewerbsbedingungen überhaupt in der Lage sind, ethisch zu handeln bzw. ob sich Ethik und das Führen eines Unternehmens („hölzernes Eisen“?) ausschließen. Dabei zeigt sich, dass viele Manager bei Handlungen im Alltag in einen Konfliktfall geraten. Nach Ansicht der Manager wäre ethisches Handeln zwar angemessen, aber oftmals mit der Sachlogik der Berufsfunktion (Profitmaximierung) nicht vereinbar. Hinzu kommt das Empfinden, dass der Markt verschiedene Handlungen aufzwänge. Die weiteren Ausführungen der Arbeit stellen jedoch fest, dass Manager nicht Gefangene eines unheilvollen Systems sind, dessen sie sich nicht entziehen können. Autonomes Handeln ist auch im Marktumfeld und folgend unter Wettbewerbsbedingungen möglich. Auch ist der vielgescholtene Markt, der bei Entscheidungen einenge, kein spezifischer Akteur, sondern nur die Summe der Handlungen und der eigens geschaffenen Regelungen, der in diesem Feld Tätigen. Was zum Schluss führte, dass Ethik und das Führen eines Unternehmens sich nicht ausschließen. Auch da Ethik und erfolgreiches Wirtschaften Bereiche sind, die ineinandergreifen. Wirtschaftsgerechtes Handeln ist zugleich auch moralisches Handeln, und umgekehrt. Als Maßnahmen zur Förderung moralischer Verhaltensweisen von Managern wurde einerseits die Sichtweise anderer Stakeholder einzunehmen, andererseits die Etablierung einer Berufsethik vorgeschlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

Today, managers are often regarded as symbols of modern structured transactions. However, there are also conflicting opinions on the profession. Newspapers help create the image of the evil entrepreneur who only cares about corporate figures and profit. On one hand, shareholders and investors crucially rely on his obligation to gain the maximum monetary profit through the enterprise. On the other hand, a manager must also face ethical questions, as his actions inevitably entail consequences for his environment. The aim of the present thesis is to investigate whether managers are truly capable of behaving ethically under competitive conditions and, similarly, whether ethics and leading a company (“square circle”?) exclude one another. Research shows that many managers find themselves in a case of conflict in everyday actions. In their opinion, ethical behavior would be appropriate, but they decide against it because they claim it is not consistent with the logic of the job function (profit maximization). This is also linked to the feeling that the market imposes various actions. Nevertheless, the thesis observes that managers are not imprisoned in a baleful system from which they cannot escape. Autonomy is possible, even in the market environment and its competitive conditions. In addition, the heavily scolded market that is said to constrict the decision making process is not a specific actor, but rather the sum of actions and regulations that are specifically created by those who are active in this area. This leads to the conclusion that ethic behavior and managing a company do not exclude one another, which is also supported by the fact that ethics and successful business are areas that intertwine. Economically justified behavior is simultaneously moral behavior, and vice versa. In order to support the moral actions of managers, they should try to see through other stakeholders eyes, while it would also be beneficial to establish professional ethics.