Titelaufnahme

Titel
Das Verbotsgesetz : die rechtspolitische Dimension eines viel diskutierten Verfassungsgesetzes / vorgelegt von Hannah Mautner
Verfasser/ VerfasserinMautner, Hannah
Begutachter / BegutachterinKoller, Peter
Erschienen2015
Umfang95 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterÖsterreich <Verbotsgesetz> / Österreich <Verbotsgesetz> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-82065 Persistent Identifier (URN)
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Das Verbotsgesetz [1.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mai 1945, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, entstand in Österreich in Reaktion auf den historisch einmaligen nationalsozialistischen Genozid ein Verfassungsgesetz, das mit der verbrecherischen Ideologie für immer brechen sollte das Verbotsgesetz. Über die Jahrzehnte wurden dieses Gesetz und seine rechtspolitische Legitimation in unterschiedlicher Form und Intensität diskutiert. In engem Zusammenhang damit steht auch die Diskussion über die sogenannte „streitbare Demokratie“. Darüber hinaus scheint die anhaltende Problematik von Rechtsextremismus, Neonazismus und Antisemitismus in Österreich für die rechtspolitische Legitimation des Verbotsgesetzes relevant. Die neuere Debatte wurde primär durch die Verhaftung des britischen Shoa-Leugners David Irving im Jahr 2005 ausgelöst und fokussiert relativ stark auf das Verbot der Leugnung, gröblichen Verharmlosung, des Gutheißens sowie Rechtfertigens der Shoa und dessen Spannungsverhältnis zur Meinungsfreiheit. Diese rechtspolitische Diskussion um das Verbotsgesetz findet auf parteipolitischer genauso wie auf zivilgesellschaftlicher Ebene statt. Für die Analyse der Ansichten der politischen Parteien Österreichs werden Presseaussendungen sowie Äußerungen wichtiger Parteivertreter gegenüber Medien herangezogen. Die Darstellung der zivilgesellschaftlichen Debatte speist sich einerseits aus Gastkommentaren und Kommentaren aus Print- und Onlinemedien sowie andererseits aus User-Beiträgen in Online-Foren. Dabei werden immer sowohl Argumente für als auch gegen eine Abschaffung des Verbotsgesetzes beziehungsweise des Verbotes der Shoa-Leugnung berücksichtigt.

Zusammenfassung (Englisch)

In May 1945, immediately after the end of World War II in Europe, there was, in response to the historical unique National Socialist genocide, a constitutional law adopted in Austria the National Socialism Prohibition Law.Over decades this law and its legitimization from the point of view of legal policy were discussed in different forms and different intensity. There also is a close connection to the discussion about the so called ‘militant democracy. Furthermore, the persistent problem of right-wing extremism, neo-Nazism and anti-Semitism in Austria seems to be relevant. The recent debate was mainly caused by the detention of the British denier of the Shoa David Irving in the year of 2005 and focuses on the prohibition of denying, downplaying, approving as well as justifying the Shoa and its tension to right to freedom of opinion. This discussion about the National Socialism Prohibition Law from the point of view of legal policy takes place on the party political as well as on a civil society level. The positions of the Austrian political parties refer to press releases and statements to the media. The characterization of the discussion in civil society comes from commentaries in print and online media as well as user-statements in online forums. Arguments in favor of and against the abolition of the National Socialism Prohibition Law are part of the analysis.