Bibliographic Metadata

Title
Kurpfuscherei in Österreich und Deutschland / vorgelegt von Hansjörg Toni
AuthorToni, Hansjörg
CensorTipold, Alexander
Published2015
DescriptionIX, 90 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Deutschland / Kurpfuscherei / Strafrecht / Österreich / Deutschland / Kurpfuscherei / Strafrecht / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-81974 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Kurpfuscherei in Österreich und Deutschland [0.51 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Immer wieder, wenn auch nicht allzu häufig, müssen sich Gerichte in Österreich mit dem § 184 StGB, der Kurpfuscherei auseinandersetzen. Deshalb wird in dieser Arbeit auf die Geschichte, die heutige Situation und die mediale Rezeption (hier vor allem durch die Aufarbeitung des Falles Olivia Pilhar) der Kurpfuscherei eingegangen. Zudem werden die einzelnen Tatbestandsmerkmale des § 184 StGB aufgearbeitet und mit der Kurpfuscherei verwandte Tatbestände behandelt. Ebenso wird auf die Kurpfuscherei als abstraktes Gemeingefährdungsdelikt eingegangen. Der Arztvorbehalt wird in diesem Zusammenhang auch durchleuchtet. In weiterer Folge wird die geschichtliche Entwicklung in Deutschland erarbeitet. Es wird hier auch die Debatte um die HeilM-RL 2011 erläutert. Ebenso wird ein komparativer Vergleich der Rechtslagen in Österreich und Deutschland vorgenommen. Ein weiterer Bestandteil der Diplomarbeit sind die rechtliche Situation und die daraus entstandenen Unterschiede der mit der Kurpfuscherei verwandten Tätigkeiten des Heilpraktikers und Wunderheilers in Österreich und Deutschland. Um dies zu untersuchen wird auf die Entscheidung EuGH 11.07.2002, C-294/00 zurückgegriffen. Zudem wird die Ausbildung und mediale Rezeption der Heilpraktiker und Wunderheiler in Österreich und Deutschland untersucht. Ziel der Arbeit ist die Beantwortung der Frage, ob Kurpfuscherei eine Gefahr in unserer Gesellschaft darstellt und ob der Streitgegenstand Kurpfuscherei unter Strafe gestellt werden muss (wie in Österreich schon geschehen) oder ob ein freierer Umgang mit dem Thema (wie in Deutschland) auch ausreicht. Der Autor kommt hier zu dem Ergebnis, dass, um die Volksgesundheit zu schützen ein Paragraph, wie der § 184 StGB in Österreich, von Vorteil ist, und Österreich somit europaweit eine Vorreiterrolle einnimmt.

Abstract (English)

Over and over again, though in manageable amount, Austrian courts have to deal with § 184 StGB, the charlatanry. This thesis presents the historical background, the present day situation and the medial reception (through the case of Olivia Pilhar) of charlatanry. Furthermore, the thesis analyses the elements of crime of § 184 StGB. Other crimes related to charlatanry also get examined. Furthermore, charlatanism, as an abstract delict against public safety, is investigated. In this context the tasks, that may only be performed by medical professionals also play a role. Subsequently, the history of charlatanry in Germany is being presented. In this section, the argument regarding the drug guideline of 2011 is examined. A comparison between Austrian and German legal positions follows. Another component of this thesis is the legal situation of occupations related with charlatanry, such as non medical healers and miracle healers in Austria and Germany. To accomplish this comparison the European Court case EuGH 11.07.2002, C-294/00 is evaluated. Furthermore, the education and medial reception of non medical and miracle healers get analyzed. The purpose of this thesis is to find out if charlatanry is a danger to our society and if it has to be punished (as it is already the case in Austria) or if a gentler handling of this topic (as it is the case in Germany) should be considered sufficient. The author comes to the conclusion, that, in order to protect the public health a law against charlatanry, such as the Austrian § 184 StGB is required. According to the authors conclusion, Austria is the Pan-European forerunner on protecting the public health safety.