Bibliographic Metadata

Title
Die Verbalverträge des römischen Rechts / vorgelegt von Kathrin Stocker
AuthorStocker, Kathrin
CensorWesener, Gunter
Published2015
Description55 Bl. : Zsfassung (1 Bl.) ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Stipulatio / Römisches Recht / Stipulatio / Römisches Recht / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-81898 Persistent Identifier (URN)
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Die Verbalverträge des römischen Rechts [0.41 mb]
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Abstract (German)

Im römischen Recht gab es drei Formen der Verbalverträge, nämlich die stipulatio, die dotis dictio und die promissio operarum. Die stipulatio war der am meisten verbreitete Schuldvertrag. Sie war ein mündliches Schuldversprechen, dass aus einer bestimmten Frage- und Antwortform bestand. Das typische Fragewort des werdenden Gläubigers auf seine gestellte Frage an den werdenden Schuldner war „spondes?“, also „Gelobst du?“ und dieser musste mit „spondeo!“, dh „Ich gelobe!“ antworten. Der Gläubiger konnte sich nicht nur bewegliche oder unbewegliche Gegenstände, sondern auch ein Tun oder Unterlassen versprechen lassen. Die stipulatio hatte ein sehr großes Anwendungsgebiet. Sie fand Verwendung bei Bürgschaften, der Novation oder der Delegation. Für den Fall, dass das mündliche Leistungsversprechen nicht eingehalten wurde, wurde eine stipulatio poenae, eine so genannte Vertragsstrafe, mit der stipulatio als Sicherungsmittel für die Verbindlichkeit vereinbart. Die dotis dictio war auch eine Erscheinungsform der Verbalverträge. Sie war eine einseitige Zusage der Mitgift des Brautvaters, der Braut oder des Schuldners der Braut an den zukünftigen Ehemann. Schließlich gab es noch die promissio operarum als Erscheinungsform der Verbalverträge. Hier versprach der Sklave aufgrund seiner Freilassung seinem Freilasser in Eides- oder Stipulationsform Dienstleistungen zu erbringen.

Abstract (English)

In the Roman law there were three forms of verbal contracts, namely ‘Stipulatio, ‘Dotis Dictio and ‘Promissio Operarum. The ‘Stipulatio was the mostly widespread debt contract. It was a verbal debt promise that existed of a certain form of interrogation and answer. The typical interrogative word of the becoming creditor on his question to the becoming debtor was „Spondes?“, so „You promise?“ and he had to go with „Spondeo! ", which means " I promise!“ as an answer. The creditor could allow to promise not only movable or immobile objects, but also actions or non-actions. The ‘Stipulatio had a very big area of application. It found use with guarantees, the novation or the delegation. For the case that the verbal achievement promise was not kept a ‘Stipulatio Poenae, a so-called contract punishment with the ‘Stipulatio as a protection was agreed for the obligation. The ‘Dotis Dictio was also a manifestation of the verbal contracts. It was a one-sided assent of the dowry of the father of the bride, the bride herself or the debtor of the bride to the future husband. Finally, there was still the ‘Promissio Operarum as a manifestation of the verbal contracts. Here the slave promised to render services on account of his release to the person who released him in form of an oath or stipulation.