Titelaufnahme

Titel
Jugendliche Straffälligkeit : ist Schulschwänzen ein Indikator für die Delinquenz Jugendlicher / Kristina Fink
Verfasser/ VerfasserinFink, Kristina
Begutachter / BegutachterinReicher, Dieter
Erschienen2015
Umfang194 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Jugend / Kriminalität / Schulversäumnis / Jugend / Kriminalität / Schulversäumnis / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-81874 Persistent Identifier (URN)
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Jugendliche Straffälligkeit [2.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit untersucht das delinquente Verhalten von Jugendlichen in seinen unterschiedlichen Ausprägungen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, ob das Schulschwänzen als ein Indikator für die Delinquenz Jugendlicher gesehen werden kann. Dafür werden zu Beginn delinquenzfördernde Sozialisationsinstanzen aufgezeigt, Begriffsdefinitionen vorgenommen und die gegenwärtige Situation der Jugendkriminalität in Österreich theoretisch wie auch statistisch aufbereitet. Zur Formulierung möglicher Entstehungszusammenhänge von Jugenddelinquenz, wurden die Kontrolltheorie von Travis Hirschi (1969) und die Selbstkontrolltheorie von Gottfredson und Hirschi (1990) ausgewählt, um festzustellen, ob sie delinquentes Verhalten von Jugendlichen erklären können. Der erste Teil der Methodik widmet sich der qualitativen Überprüfung der kontrolltheoretischen Ansätze in Form von problemzentrierten Interviews (Befragung von neun männlichen Jugendlichen nach subjektiven Einstellungen, sowie nach Ursachen und Auslösern ihrer Delinquenz). Um die Geltungsreichweite und die Verallgemeinerbarkeit der qualitativen Befunde zu erweitern, wird im zweiten Teil der methodischen Vorgehensweise eine quantitative Erhebung durchgeführt. Aus den Theorien und der gewonnenen Erkenntnis aus den Interviews werden Hypothesen abgeleitet, welche empirisch in Form einer Fragebogenerhebung von männlichen Jugendlichen auf Gültigkeit und Anwendbarkeit überprüft werden. Anhand der Auswertung kann empirisch gezeigt werden, welche Sozialisationsbereiche für die Jugenddelinquenz verantwortlich sind und zudem können die ausgewählten Theorien die Disparitäten zwischen den Schulschwänzern und den schulkonformen Jugendlichen erklären. Das Conclusio der Masterarbeit ist, dass beide Theorien sich sowohl für eine qualitative als auch für eine quantitative Analyse von jugendlichem Problemverhalten gut eignen und das Schulschwänzen einen Risikomarker für Jugenddelinquenz darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis examines the delinquent behavior of young people in its various forms. In the center of the investigation is the question, if truancy can be seen as an indicator of juvenile delinquency. In order to formulate possible origins of correlation of juvenile delinquency, two theories (control theory, self-control theory) were selected. Both theories raise the claim to explain all forms of crime and both are part of the most discussed and most tested criminological theories. The purpose of the thesis is to examine the control theory of Travis Hirschi (1969) and the self-control theory of Gottfredson and Hirschi (1990) in order to see if they can explain delinquent behavior of adolescents. The first part of the methodology is attended to a qualitative verification of the control-theoretical approach and the concepts of self-regulation in the form of problem-centered interviews. Nine male adolescents are interviewed in course of their social community service for their subjective attitudes, possible causes, mechanisms and apparent activators of their delinquency. To range the validity and to enhance the generalizability of the findings the qualitative study is extended by a quantitative method. The second part of the methodological approach operates a quantitative survey. From both theories and the newly gained knowledge from the qualitative interviews, hypotheses are derived, which are empirically verified through a questionnaire survey for male adolescents. Based on the descriptive and the multifactorial analysis of the questionnaire can empirically be shown which socialization areas are responsible for juvenile delinquent behavior and also the disparities between truants and the school-compliant adolescents can be explained by the selected theories. The conclusion of the thesis is that both theories (qualitative as well as quantitative) are suitable for the analysis of adolescent problem behavior and that truancy actually marks a risk for juvenile delinquency.