Titelaufnahme

Titel
Widerstand und Bildung : Zusammenhänge von Bildung, Lebensstile und kritischer Gestaltungskompetenz / vorgelegt von Lisa Maria Hamminger
Verfasser/ VerfasserinHamminger, Lisa Maria
Begutachter / BegutachterinSorgo, Gabriele
Erschienen2014
Umfang122 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Bildung / Widerstand / Kaufverhalten
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-81635 Persistent Identifier (URN)
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Widerstand und Bildung [1.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel Widerstand und Bildung. Zusammenhänge von Bildung, Lebensstile und kritischer Gestaltungskompetenz zielt darauf ab, herauszufinden inwieweit eine akademische Ausbildung einen Widerstand gegen die existierenden Strukturen in der Konsumgesellschaft begünstigt. Der Haupttitel der Arbeit soll vorab bereits verdeutlichen, dass die zunächst unabhängig voneinander zu stehenden Begrifflichkeiten in unserer momentan kapitalorientierten Gesellschaft miteinander in Verbindung zu setzen sind. Die formelle Bildung zielt bislang noch nicht darauf ab, Kompetenzen zu lernen, die für ein mündiges Agieren benötigt werden. Viel mehr ist das Bildungssystem darauf aus, das Humankapital gewinnbringend zu verwerten. Um einen Widerstand leisten zu können ist Bildung von großer Bedeutung. Kompetenzen wie Reflexivität, kritische Denkweise und Selbstbestimmtheit sind für eine Erkennung vorherrschender Strukturen unumgänglich. Unter Zuhilfenahme von gegenwartsnaher Literatur, sowie Ergebnissen wissenschaftlich orientierter Forschungsstudien, wird aufgezeigt, wie sich der Lebensstil durch die Industrialisierung gewandelt hat. Anhand aktueller Studienergebnisse kann jedoch darauf geschlossen werden, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit zunehmend in das Blickfeld der VerbraucherInnen gerückt ist. Im empirischen Teil werden die Ergebnisse aus den durchgeführten Leitfadeninterviews mit den wesentlichsten Resultaten der Literaturanalyse in Verbindung gebracht. Innerhalb der Befragung lag der Fokus auf den im Rahmen ihres Studiums erworbenen Kompetenzen, deren Vorhandensein als essentiell erscheinen, um in der Konsumgesellschaft autonom handeln zu können. Ein weiterer Schwerpunkt lag darauf, aufzuzeigen, welche Motivation hinter dem Verzicht steckt und wie dieser erlebt wird. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird schließlich ein Resümee gezogen, inwieweit Bildung zu mehr Selbstbestimmung und zu einem Widerstand beim Kaufverhalten herbeiführt.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this master thesis, entitled Resistance and Education. Coherence between education, lifestyles, critical decision-making and responsibility, is to demonstrate to what extent university education encourages resistance against existing structures in consumer society. The main title stresses the fact that education and resistance are two independent terms that are becoming increasingly related in our mostly capital oriented society. Until now, formal education has not been aiming at the acquisition of skills which are necessary for a self-determined life, but has been rather organized to use human capital profitably.Nevertheless, education is highly important to offer a resistance. Thus, skills like reflexivity, critical thinking and autonomy are integral for a self-managed life and they are also essential to recognize predominant structures and strategies. These skills are also important because they might generate consumer resistance. Based on contemporary literature and results from scientific studies, this paper shows how lifestyle has changed due to industrialization. Studies demonstrate that the aspect of sustainability is getting more important for consumers. Starting with general aspects about the topic, this thesis focuses on the connection between education and consumption. In the empirical part the main results of the literary analysis and the outcome of the interviews that were conducted are drawn together. People resisting consumer society through a conscious rejection were asked for the skills having gained through their academic education. The focus of the interviews is on the skills that are necessary for a self-managed life. Moreover, the underlying motivation for deliberate resistance of consumption is pointed out, as well as how this resistance is experienced by society. The conclusion is based on the gained insights and shows to what extent education can lead to more self-determination and to resistance against consumer spending.