Titelaufnahme

Titel
The National Park Gesäuse partnership : from resistance to cooperation / submitted by Christoph Gahbauer
Verfasser/ VerfasserinGahbauer, Christoph
Begutachter / BegutachterinErmann, Ulrich
Erschienen2014
Umfang97 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Nationalpark Gesäuse / Regionalwirtschaft / Nationalpark Gesäuse / Regionalwirtschaft / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-81367 Persistent Identifier (URN)
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The National Park Gesäuse partnership [9.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Masterarbeit untersuche ich die Hauptgründe, warum die Nationalpark Gesäuse Partnerschaft ins Leben gerufen wurde und wie sie sich bis heute entwickelt hat. Ich beschreibe die Entstehung und Entwicklung dieser Organisation, in der zurzeit 87 ortsansässige Betriebe mit dem Nationalpark Gesäuse kooperieren.Anhand von Fragebögen und qualitativen Interviews mit wichtigen Auskunftspersonen sowie teilnehmenden Beobachtungen von Veranstaltungen, habe ich Daten über die Nationalpark Gesäuse Partnerschaft generiert, die ich anschließend mit theoretischen Konzepten von Michel Callons Übersetzungsprozess analysiert habe. Ich habe die vier Phasen, aus denen der Übersetzungsprozess besteht, als einen analytischen Leitfaden verwendet und konnte dadurch verschiedene Arten von Wechselwirkungen und Machtverhältnissen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren untersuchen, die in der Entstehung der Partnerschaft die ich als ein Akteurs-Netzwerk interpretiere involviert waren. Die Analyse, die ich in dieser Arbeit präsentiere, zeigt, dass die Partnerschaft gegründet wurde, um zwei bestimmte Probleme zu lösen, nämlich den Widerstand der lokalen Bevölkerung gegen die Errichtung des Nationalparks und die relativ schwache Wirtschaft im Gesäuse. Ich zeige auf, dass sich die Partnerschaft zu einem stabilen Akteurs-Netzwerk entwickelt hat, das die Skepsis der Einheimischen gegenüber den Nationalpark weitgehend überwunden hat, und heimische Betriebe überzeugt wurden, sowohl untereinander als auch mit dem Nationalpark zusammenzuarbeiten. Zudem hat die Partnerschaft ein neues Sozialkapital im Gesäuse hervorgebracht und zur Stärkung der lokalen Wirtschaft beigetragen. Im Großen und Ganzen leistet meine Masterarbeit einen Beitrag zu akademischen und politischen Debatten zum Thema Naturschutz und lokale sozio-ökonomische Entwicklung, indem ich eine Analyse zur Verfügung stelle, warum solche Partnerschaften gegründet werden und wie sie sich entwickeln.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis I examine the main reasons why the National Park Gesäuse Partnership was established and how it subsequently developed until today. I offer an ethnographic account of the creation and development of this organisation that currently establishes the cooperation between the National Park Gesäuse and a group of 87 local companies. By using a combination of questionnaires and qualitative interviews, conducted with key-informants, and participant observations of events, I generated the data on the National Park Gesäuse Partnership, which I subsequently analysed by using key-concepts drawn from Michel Callons idea of the cycle of translation. I used the four ‘moments that compose the cycle of translation as an analytical guide to look into some of the different kinds of interactions and power relations between many human and non-human actors involved in the genesis and evolution of the Partnership, which I broadly interpret as an actor-network. The analysis I present in this thesis highlights that the Partnership was created in order to solve two specific problems, namely the resistance of local inhabitants to the establishment of the National Park and the weakness of the local economy in the Gesäuse area. My analysis shows that, despite some initial difficulties in the first stages of its formation, the Partnership eventually developed into a solid, but still evolving, actor-network that was successful in overcoming the scepticism of local people towards the park and to convince local companies to collaborate amongst themselves and with the National Park. Furthermore, my analysis points to how the Partnership was able to create a new social capital in the area and contributed to strengthening the local economy. My thesis broadly contributes to academic and policy-making debates on nature conservation and local socio-economic development by providing an analysis of some of the reasons why such partnerships are established and how they may develop.