Titelaufnahme

Titel
Andreas Vesalius: De humani corporis fabrica : zur Geschichte der medizinischen Illustration im 16. Jahrhundert / vorgelegt von Teresa Mocharitsch
Verfasser/ VerfasserinMocharitsch, Teresa
Begutachter / BegutachterinAugustyn, Wolfgang
Erschienen2015
Umfang120 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Vesalius, Andreas <De humani corporis fabrica> / Illustration / Vesalius, Andreas <De humani corporis fabrica> / Illustration / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-81347 Persistent Identifier (URN)
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Andreas Vesalius: De humani corporis fabrica [10.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein spannendendes Gebiet, welches sowohl die Geschichte der Medizin als auch jene der Kunst betrifft, ist der Bereich der illustrierten Anatomiehandbücher. Dabei ist eines der imposantesten Beispiele das Werk De humani corporis fabrica des Anatomen Andreas Vesalius (1514 1564), welches im Jahr 1543 veröffentlicht wurde und dessen Abbildungen der Tizian Werkstatt zugeschrieben werden. Diese Arbeit behandelt zuerst den Autor und beschäftigt sich anschließend im Hauptteil mit dem Werk in Bezug auf die Illustrationen. Die Geschichte der Druckstöcke wird dabei genauso beschrieben, wie der Aufbau des Handbuchs und seine Holzschnitte. Von diesen sind das Titelblatt, das Porträt Vesals, die ganzfigurigen Muskel- sowie Skelettdarstellungen, die Sektionsreihen des Schädels sowie des Abdomens und die Initialen hervorzuheben. Des Weiteren werden die unterschiedlichen Theorien über die möglichen Künstler vorgestellt und die Kurzfassung des Werkes, die sogenannte Epitome. Außerdem finden die Vorläufer und die zeitgenössischen Vergleichsbeispiele der medizinischen Illustration Erwähnung, wie weit sie mit Vesal Gemeinsamkeiten aufweisen und in welcher Form er sich von ihnen unterscheidet. Dabei sind die Zugänge der Autoren, wie Jacopo Berengario da Carpi, Johann Dryander, Charles Estienne, Giambattista Canano und Bartolomeo Eustachi sehr unterschiedlich und nicht alle waren bei ihrem Vorhaben gleich erfolgreich. Darüber hinaus wird auch gezeigt wie sich die Künstler der Zeit, allen voran Leonardo da Vinci, mit der Anatomie auseinandersetzten. Abschließend rückt die Funktion der Illustration und ihre Rolle bei Vesal in den Fokus der Betrachtung.

Zusammenfassung (Englisch)

The field of illustrated anatomy books is very interesting for both the history of medicine and the history of art. An impressive example for this is the work of the anatomist Andreas Vesalius (1514 1564): De humani corporis fabrica. It was released in 1543 and the illustrations were said to originate from the factory of Titian. This thesis introduces the author and deals with his work, with a special focus on the illustrations in the main part. The history of the printing plates is considered as well as the composition of the handbook and its woodcuts. The title page, the portrait of Andreas Vesalius himself, the standing figures showing the muscles as a whole and those showing the bones, the section series for the head as well as for the abdomen and the initials are remarkable. Furthermore I will present his forerunners and contemporary anatomists who can be compared to him, with reference to the aspects in which they are similar and different to Vesalius. The particular approaches of Jacopo Berengario da Carpi, Johann Dryander, Charles Estienne, Giambattista Canano and Bartolomeo Eustachi differ considerably from each other and so do the results of their intents. In addition it is considered how the artists of this time dealt with the subject of anatomy, especially Leonardo da Vinci. Last, but not least, the function of the illustration and its position in the work of Vesalius is discussed.