Titelaufnahme

Titel
Retrospektiver Einfluss der schulischen Sozialisation auf die Studienwahl bei Frauen : Überwindung des Gender-Gap in MINT-Studienfächern / vorgelegt von Martina Klemenjak
Verfasser/ VerfasserinKlemenjak, Martina
Begutachter / BegutachterinPaechter, Manuela
Erschienen2015
UmfangVII, 114 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Frau / Studienfachwahl / Schule / Sozialisation / Frau / Studienfachwahl / Schule / Sozialisation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-81177 Persistent Identifier (URN)
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Retrospektiver Einfluss der schulischen Sozialisation auf die Studienwahl bei Frauen [1.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Studien- und Berufswahl ist eine zentrale Entwicklungsaufgabe im Jugendalter (Super et al., 1990; Lent, 2013). Bereits in der Schulzeit wird der Grundstein für einen spätere Berufs- bzw. Studienwahl gelegt. Viele Frauen in Österreich wählen dabei noch immer ein geschlechtstypisches weiblich konnotiertes Studienfach wie Pädagogik oder Psychologie und nur wenige Frauen wählen ein Studium im MINT-Bereich (Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschafts-, Technikbereich). Im Rahmen der vorliegenden Masterarbeit wurde die Fragestellung verfolgt, inwieweit sich Frauen mit einer geschlechtstypischen Studienwahl von Frauen mit einer geschlechtsuntypischen Studienwahl in ihrer schulischen Sozialisation in ihren schulischen Interessen, ihren erlebten Lehrkräften, deren Feedbackverhalten und vermittelten Rollenbilder unterscheiden. Im ersten Schritt wurde dafür auf Basis von Berufswahltheorien (Holland, 1999; Super et al., 1990; Lent, 2013) ein Interviewleitfaden konstruiert und auch optimiert, um für zukünftige Forschung ein valides Instrument anbieten zu können. In der Interviewuntersuchung wurden Frauen (N=19) mit geschlechtstypischen und untypischen Studienwahl zu den retrospektiven schulischen Einflüssen auf ihre Studienwahl befragt. Die Interviews wurden nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen mit geschlechtsuntypischer Studienwahl stärkeres Interesse in MINT-Schulfächer zeigten und Frauen mit geschlechtstypischer Studienwahl stärker im sozial- geisteswissenschaftlichen Schulfächern. Zusätzlich unterschieden sich auch das Geschlecht und das Feedbackverhalten der erlebten Lehrkräfte. Dies deutet darauf hin, dass die schulischen Erfahrungen sich auf die spätere Studienwahl auswirken und dass Mädchen bereits in der Schule gestärkt und dazu ermutigt werden können ihre naturwissenschaftliche-technischen Interessen im späteren Studium und Beruf zu verwirklichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The decision for studying a certain subject or for an occupation is an essential development task in adolescence (Super et al., 1990; Lent, 2013). The foundation for this choice is already formed in school. In Austria many women still choose typically female subjects, like pedagogics or psychology and only few choose gender-atypical studies in STEM (science, technology, engineering, mathematics). In this master thesis the question was pursued, to what extent women with a gender-typical study choice differ from women with a gender-atypical study choice in interests, perception of teachers and their feedback, and gender role models. In a first step an interview guide based on career theories (Holland, 1999; Super et al., 1990; Lent, 2013) was developed. Then, an interview study was conducted in which women (N=19) with a gender-typical or gender-atypical study were interviewed. The interviews were analysed with the qualitative content analysis by Mayring (2010). The results showed, women in a gender-atypical study have stronger interests in STEM-school subject and women in a gender-typical study choice have stronger interests in social-arts subjects. In addition, also the gender and feedback behaviour of the experienced teachers were different. This indicates that the experiences at school have an effect on later study choice. In addition, girls can already be strengthened and encouraged at school to realize their science-technical interests in subsequent academic decisions.