Titelaufnahme

Titel
Internet intermediaries and international law : a study of the freedom of expression-obligations of international internet companies with a special focus on the ECHR-case Delfi AS v. Estonia / vorgelegt von Rainhard Fuchs
Verfasser/ VerfasserinFuchs, Rainhard
Begutachter / BegutachterinBenedek, Wolfgang
Erschienen[2015]
Umfang125 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Meinungsfreiheit / Internet / Recht / Europäische Union / Meinungsfreiheit / Internet / Recht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80841 Persistent Identifier (URN)
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Internet intermediaries and international law [0.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Meinungsfreiheit wurde oft durch neue Technologien vor Herausforderungen gestellt. Im Jahr 2013 führte eine vorläufige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte bezüglich der Meinungsfreiheit, nämlich Delfi AS vs. Estonia, zu Kritik in der Wirtschaft, wie auch in der akademischen Welt. Genau diese Entscheidung dient als Basis dieser Diplomarbeit. Während internationale Internetunternehmen um ihr Geschäftsmodell fürchten, schlagen Menschenrechtsorganisationen Alarm. Der Autor erklärt aber, warum nicht alles so heiß gegessen, wie gekocht wird, beide Seiten aber trotzdem wachsam über die Entwicklungen in dem Rechtsgebiet sein sollten. Die folgenden Abhandlungen erklären grundsätzliche Definitionen, wie Internet Intermediaries, und bringen die verschiedenen Rechtsrahmen der USA und, im Speziellen, der EU näher, wobei auch andere Länder gestreift werden. Was haben diese Modelle gemeinsam und worin unterscheiden sie sich? Wie kann das Instrument des „hosten“ in der E-Commerce Richtlinie interpretiert werden? Europäische Rechtsprechung und Fachartikel werden für einen generellen Überblick behandelt. Ebenso wird auf die Meinungsfreiheit als wichtigstes Menschenrecht in diesem Gebiet und auf deren Beschränkungen detailliert eingegangen. Danach werden der Delfi-Fall mit Hintergrundinformationen, der verpflichtende Drei-Stufen-Test bei Meinungsfreiheitsverletzungen, aufgezeigte Befürchtungen von Experten und vorgeschlagene Änderungen des nicht rechtskräftigen Urteils behandelt. Inwiefern sollte die E-Commerce-Richtlinie abgeändert werden, damit eine bessere Situation für User und Unternehmen geschaffen wird? Stellt das Notice-to-Notice-System eine geeignete Lösung für derzeitige Probleme dar? Diese Fragen werden in den letzten Kapiteln behandelt und Vorschläge, sowie Denkanstöße herausgearbeitet.

Zusammenfassung (Englisch)

Freedom of expression was often challenged by new technologies, such as the Internet. In 2013, a preliminary judgement of the European Court of Human Rights concerning freedom of expression and Internet Intermediaries, namely Delfi AS v Estonia, led to dissent in the economic and academic world. This controversial ruling will serve as the main focus of this thesis. While international Internet companies have begun to fear for their business model, human rights organizations have been assuming a dark future for freedom of expression. The author explains why things are never as bad as they seem, though both sides shall keep an eye on the developments in this field. The following elaborations explain the basic definition of an Internet Intermediary, which still causes problems, and shed light upon the different legal approaches in the United States and, especially, in the European Union, but also touches upon legal solutions in other countries. What are common features and what are the differences between the most important legal frameworks in the world? How can “hosting” in the E-Commerce Directive of the EU be interpreted? Case law and academic articles are examined in order to gain an overview of the issues at stake. After elaborating on the most important human right in this context, freedom of expression, and its limitations, the thesis extensively covers the Delfi-case with additional background details, the three-parts-test of freedom of expression according to international human rights regulations, concerns raised by experts and proposed alterations to the preliminary ruling of the ECtHR. How should the European legal framework be modified in order to ensure a better environment for both, users and Internet companies? Is the notice-to-notice-system an appropriate solution for current problems? These questions will be answered in the last chapters, which shall finally also give recommendations and food for thought to the readers.