Titelaufnahme

Titel
Überlegen Sie noch oder dolmetschen Sie schon? : Simultandolmetschen in die B-Sprache im Europäischen Parlament / vorgelegt von Petra Munda
Verfasser/ VerfasserinMunda, Petra
Begutachter / BegutachterinGrbić, Nadja
Erschienen2015
Umfang130 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäisches Parlament / Simultandolmetschen / Rede / Fremdsprache / Europäisches Parlament / Simultandolmetschen / Rede / Fremdsprache / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80534 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die einschlägige Literatur weist darauf hin, dass verschiedene dolmetschwissenschaftliche Ansätze dem Dolmetschen entweder in die Mutter- oder in die erste Fremdsprache den Vorzug geben. Als Argumente geben die Autoren jeweils die Gewährleistung der höchst möglichen Qualität beim Dolmetschen an, welche laut Kalina (2005) dann vorliegt, wenn der Zieltext eine größtmögliche Entsprechung zum Ausgangstext aufweist. In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Qualität beim Simultandolmetschen für die Sprachkombination Slowenisch - Deutsch unter Berücksichtigung der Direktionaliät behandelt. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass die Direktionalität keinen Einfluss auf die Qualität der simultanen Verdolmetschung hat. Zur Überprüfung der Hypothese wird eine Evaluierung von sechs Originalreden und deren Verdolmetschungen aus Plenarsitzungen des Europäischen Parlaments anhand der Parameter des Modells von Kalina (2011) vorgenommen. Dabei erfolgt die Verdolmetschung bei der Hälfte der Reden in die Muttersprache und bei der andere Hälfte in die erste Fremdsprache der Dolmetscher/innen. Die Dolmetschqualität wird am zahlenmäßigen Abstand zwischen den Ergebnissen des Vergleichs von Ausgangstext und Zieltext gemessen. Es wird davon ausgegangen, dass es sich im Falle einer niedrigeren Punktezahl der Verdolmetschung im Vergleich zur Punktezahl der Originalrede nicht um eine qualitativ hochwertige Dolmetschleistung handeln kann, was die Ergebnisse der empirischen Studie auch zum größten Teil bestätigten. Eine Verbesserung der Qualität der Verdolmetschung im Vergleich zur evaluierten Qualität der Originalrede liegt nur in zwei Fällen vor. In allen anderen Fällen ist eine Verschlechterung des Gesamtergebnisses zu verzeichnen. Im Gesamtvergleich haben die nichtmuttersprachlichen Verdolmetschungen um 7,78 Prozent schlechter abgeschnitten als die muttersprachlichen Verdolmetschungen.

Zusammenfassung (Englisch)

Several approaches in the field of interpreting studies prefer interpreting into the mother tongue rather than into the first foreign language, as indicated by the relevant literature. The authors' main objective is to assure the highest possible quality in interpreting. According to Kalina (2005), interpreting is of the highest possible quality when the target text and the source text correspond at the highest level. The thesis addresses the issue of quality in simultaneous interpreting in the Slovene and German language combination, focusing on the impact of language direction. The thesis argues for the hypothesis that language directionality has no influence on the quality of simultaneous interpreting. This hypothesis is tested through an evaluation of six source texts and their interpretations from plenary sessions of the European Parliament. The evaluation is based on the parameters of Kalina's model (2011). Half of the source texts are interpreted into the mother tongue and the other half into the first foreign language of the interpreters. The quality of interpretation is measured by the difference in scores achieved when comparing the analysis of both the target and the source text. In cases where interpretations achieve lower scores than the source texts, it can be assumed that this indicates a low quality of interpreting, as the results of the study confirm. An improvement in the quality of interpreting as compared to the source text was found only in two cases. In all other cases the overall results indicate a decline in quality. An overall comparison shows that interpretations into the first foreign language scored 7,78 percent less than those into the mother tongue.