Titelaufnahme

Titel
Diffusion processes in economic systems / Andreas Rainer
Verfasser/ VerfasserinRainer, Andreas
Begutachter / BegutachterinKurz, Heinz-Dieter ; Fellner, Klemens
Erschienen2014
UmfangVI, 154 S. : 2 Zsfassungen (2 Bl.) +1 Erl. zur Autorenschaft ; zahlr. graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Innovation / Diffusion <Wirtschaft> / Mathematische Modellierung / Innovation / Diffusion <Wirtschaft> / Mathematische Modellierung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80524 Persistent Identifier (URN)
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Diffusion processes in economic systems [1.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Teil I meiner Dissertation ergänzt die bestehende Literatur über ökonomische Gründe und Folgen der Diffusion von Innovationen, indem ein mathematisches Modell eingeführt wird mittels welchem inter- und intrasektorale Rückkoppelungseffekte des Auftretens von Prozessinnovationen untersucht werden können. Der Modellrahmen vereint das Konzept der Long-period Position mit Replikatordynamik der Evolutionären Spieltheorie. Das genannte Problem hat mit Joseph A. Schumpeter's Ansatz zur Erklärung wirtschaftlicher Entwicklung zu tun und erfolgt durch eine Fusion klassischen und evolutionären Denkens. Die Ergebnisse bestehen unter anderem in der Simulation unregelmäßiger Wachstumspfade, welche durch Innovationstätigkeit entstehen. Außerdem werden Spillover-Effekte zwischen Sektoren aufgezeigt. Diese Spillover-Effekte beinhalten die Änderung der Profitabilität unterschiedlicher Produktionsprozesse durch technischen Wandel in anderen Sektoren. Dadurch kann das Schumpeterianische Konzept der kreativen Zerstörung illustriert werden, da in der Vergangenheit profitable Prozesse langfristig Marktanteile verlieren.Wegen des mathematischen Einschlags meines Ansatzes diskutiere ich in Teil II meiner Dissertation, inwiefern Mathematik Konzepte beziehungsweise konzeptionelle Metaphern bereitstellt um bestimmte Aspekte ökonomischer Systeme zu verstehen. In diesem Zusammenhang macht es Sinn, Mathematik als eine spezielle Art von Sprache innerhalb der Gemeinschaft der Ökonomen zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf methodologischen Fragen zu dynamischen ökonomischen Theorien. Dieses Thema wird diskutiert, indem die entsprechenden Ideen von Thorstein B. Veblen und Joseph A. Schumpeter miteinander verglichen werden. Beide weisen auf die Wichtigkeit dynamischer ökonomischer Theorien hin, wobei sie allerdings unterschiedliche Ansätze verfolgten.

Zusammenfassung (Englisch)

Part I of my doctoral thesis adds to the existing literature on economic causes and consequences of the diffusion of innovations by introducing a mathematical framework to study intra- and inter-sectoral feedback effects of the emergence of process innovations. The generation and introduction of innovations are excluded to focus on the diffusion process in isolation. The modeling framework connects the concept of a long-period position with evolutionary ideas provided by the concept of replicator dynamics as utilized by evolutionary game theory. The stated problem is closely related to Joseph A. Schumpeter's dynamic approach to economic development and is accomplished by a fusion of classical and evolutionary thinking. Results include uneven growth paths as the result of innovative activity as well as spillover effects between sectors. The respective spillover effects comprise changes of profitability of different processes due to technical change in related sectors. This demonstrates the Schumpeterian concepts of creative destruction, since hitherto profitable production processes in the long run loose market shares.Taken the mathematical nature of my approach, in Part II of my doctoral thesis I evaluate in which way mathematics provides concepts (respectively conceptual metaphors) to understand certain aspects of economic systems. Hence it makes sense to take a closer look at mathematics as a specific kind of language used for communication within the community of economists. Special emphasis is put on methodological issues concerning dynamic economic theorizing. This topic is discussed by comparing the respective ideas of Thorstein B. Veblen and Joseph A. Schumpeter. Both stressed the importance of dynamic economic theorizing in contrast to static economics, but they advocated different pathways towards dynamic economic theorizing.