Titelaufnahme

Titel
Zwischen Beschreibung, Andeutung und Schweigen : eine Erzählung in zwei Übersetzungen ; Valentino von Natalia Ginzburg in deutscher Übersetzung / vorgelegt von Heidemarie List
Verfasser/ VerfasserinList, Heidemarie
Begutachter / BegutachterinWolf, Michaela
Erschienen2015
Umfang137 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ginzburg, Natalia <Valentino> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1960-1985 / Ginzburg, Natalia <Valentino> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1960-1985 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80499 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Zwischen Beschreibung, Andeutung und Schweigen [1.18 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

1957 veröffentlichte die italienische Schriftstellerein Natalia Ginzburg die Erzählung Valentino. Diese wurde erstmals 1960 und erneut 1985 ins Deutsche übertragen. In der vorliegenden Diplomarbeit wird den Fragen auf den Grund gegangen, welche Übersetzungsstrategien von den Übersetzerinnen zugunsten einer Orientierung der Übersetzungen an den LeserInnen der Zielkultur bzw. am Original angewendet wurden, welche Rolle der Bekanntheitsgrad der Autorin bei ihren Entscheidungen gespielt hat, wie sich die Strategien auf die Resultate ausgewirkt haben und ob Parallelen zu den Annahmen der retranslation hypothesis erkennbar sind. Durch die Rekonstruktion des Rezeptionsverlaufes von Ginzburgs Werken im deutschen Sprachraum wird deutlich, dass die Übersetzerinnen aufgrund des unterschiedlich hohen Bekanntheitsgrades der Autorin zum Entstehungszeitpunkt der Übersetzungen mit unterschiedlichen Anforderungen konfrontiert waren. Die Paratextanalyse zeigt, dass mit der Erstübersetzung das Ziel verfolgt wurde, die LeserInnen mit der Autorin, die zu diesem Zeitpunkt im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannt war, bekannt zu machen. Zum Entstehungszeitpunkt der Neuübersetzung verfügten die LeserInnen hingegen bereits über einen gewissen Kenntnisstand über die Autorin, der von der Übersetzerin berücksichtigt wurde. Die Textanalyse zeigt, dass die in der Erstübersetzung angewendeten Strategien die Übersetzung zugunsten einer leichteren Lesbarkeit stilistisch vom Original entfernt haben, wodurch sich auf inhaltlicher Ebene Veränderungen in der Darstellung von Personen und Beziehungen ergaben. Die in der Neuübersetzung angewendeten Strategien haben dagegen zu einer Übersetzung geführt, die sich stilistisch und inhaltlich streng am Original orientiert. Dadurch wird nachgewiesen, dass die Übersetzungen dem Schema der retranslation hypothesis folgen.

Zusammenfassung (Englisch)

In 1957 the Italian writer Natalia Ginzburg published the novella Valentino. This novella was translated for the first time into German in 1960 and retranslated in 1985. This diploma thesis investigates the questions which translation strategies were used by the translators in favour of a target-culture or source-text oriented translation, which role the authors degree of popularity has played in the translators decisions, how the strategies have affected the results and whether there can be drawn parallels with the assumptions of the retranslation hypothesis. By tracing the development of the reception of Ginzburgs works in the German-speaking area it is shown that due to the authors different degree of popularity at the date of origin of the first translation and of the retranslation the translators were confronted with different demands. The paratextual analysis demonstrates that the first translation pursued the aim to introduce the writer, who was relatively unknown in the German-speaking area at that time, to the readers. At the moment of origin of the retranslation the readers already had a certain state of knowledge about the author, a fact which was taken into consideration by the translator. The textual analysis shows that the strategies used in favour of an easy readability in the first translation have resulted in a translation that is, on the stylistic level, more distant from the original. This has also led to alterations on the content level by the different depiction of characters and relations between them. On the other hand, the strategies used in the retranslation have produced a translation that is, both on the stylistic and on the content level, close to the original. Thereby it is established that the translations follow the schema of the retranslation hypothesis.