Titelaufnahme

Titel
DolmetscherInnen mit Migrationshintergrund zwischen normativer Rolle und persönlichem Engagement / vorgelegt von Sarah Maria Woywod
Weitere Titel
Interpreters with migration background between normative role and personal commitment
Verfasser/ VerfasserinWoywod, Sarah Maria
Begutachter / BegutachterinGrbić, Nadja
Erschienen2015
Umfang179 S. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Spr.
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kommunaldolmetschen / Dolmetscher / Migrationshintergrund / Kommunaldolmetschen / Dolmetscher / Migrationshintergrund / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80482 Persistent Identifier (URN)
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DolmetscherInnen mit Migrationshintergrund zwischen normativer Rolle und persönlichem Engagement [6.68 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Dolmetschen im Bereich des Community Interpreting (CI) stellt DolmetscherInnen vor eine Vielzahl an Herausforderungen. Diese MA-Arbeit geht der Frage nach, inwieweit DolmetscherInnen mit Migrationshintergrund im Bereich des CI von der Tatsache beeinflusst sind, dass sie für Menschen aus ihrer Kultur, ihrem Heimatland und/oder mit derselben Muttersprache dolmetschen. Es wird dabei von der Hypothese ausgegangen, dass DolmetscherInnen mit Migrationshintergrund beim Dolmetschen für Menschen aus ihrem Heimatland, aus ihrer Kultur und/oder mit derselben Muttersprache es als schwierig empfinden, sich zu distanzieren. Sie empfinden für die Bedolmetschten ein Gefühl der kulturellen Bindung und der Verpflichtung, ihnen zu „helfen“, „zur Seite zu stehen“ und für sie „eintreten“ zu müssen. Ausgehend von Erving Goffmans Rollenmodell wird das Rollenverständnis von DolmetscherInnen mit Migrationshintergrund im Bereich des CI beleuchtet sowie ihre Zugehörigkeitsgefühle in Anlehnung an das Konzept der multiplen Zugehörigkeit von Joanna Pfaff-Czarnecka untersucht. Für die empirische Studie wurden sieben qualitative ExpertInneninterviews mit DolmetscherInnen mit Migrationshintergrund, die im Bereich des CI tätig sind, durchgeführt und mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet. Die Analyse ergab, dass die befragten DolmetscherInnen zum großen Teil ein Gefühl der kulturellen Bindung sowie der Verpflichtung gegenüber den Bedolmetschten aus derselben Kultur, demselben Heimatland und/oder mit derselben Muttersprache empfinden. Die Hypothese, dass sich die DolmetscherInnen mit Migrationshintergrund gegenüber den Bedolmetschten nicht abgrenzen können, konnte größtenteils widerlegt werden. Zudem ergab sich, dass die DolmetscherInnen ihre multiplen Zugehörigkeiten aufgrund ihres Migrationshintergrundes als Befähigung und wichtige Eigenschaft für die Arbeit im Bereich des CI ansehen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the field of community interpreting, interpreters face a multitude of challenges. This thesis investigates the extent to which interpreters from a migrant background are influenced by the fact that they interpret for people from their culture, their home country and/or people with the same mother tongue. This thesis is based on the assumption that interpreters from a migrant background find it hard to distance themselves from people who share the same culture, nationality, ethnicity or mother tongue. It is assumed that they feel a certain cultural connection and obligation to help, to give assistance and to assume the role of an advocate. With reference to Erving Goffmans role theory, this thesis further investigates the role perception of interpreters with migration background in the field of community interpreting as well as their sense of belonging relating to Joanna Pfaff-Czarneckas concept of multiple belonging. In order to examine the views and experiences of interpreters with migration backgrounds, qualitative semi-structured interviews were conducted with seven professional interpreters with migration background working in the field of community interpreting. Subsequently, the data were analyzed using Philipp Mayrings summarizing content analysis. The analysis shows that many of the interpreters interviewed indeed sense a feeling of cultural connection and obligation towards their compatriots. However, the study refuted the assumption that interpreters with migration background find it hard to distance themselves from their compatriots. Furthermore, due to their migratory history, the interpreters interviewed identified multiple belonging as an important reason for working in the field of community interpreting.

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