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Title
Imitation als Mechanismus zur Steigerung der Lernleistung beim sensomotorischen Lernen von Vokabeln einer Fremdsprache / Alexander Eduard Heidekum
AuthorHeidekum, Alexander Eduard
CensorIschebeck, Anja
Published2014
Description84 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graf. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2014
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Fremdsprachenlernen / Motorisches Lernen / Fremdsprachenlernen / Motorisches Lernen / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80420 Persistent Identifier (URN)
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Imitation als Mechanismus zur Steigerung der Lernleistung beim sensomotorischen Lernen von Vokabeln einer Fremdsprache [2 mb]
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Abstract (German)

Zur Beantwortung der Fragestellung, welchen Einfluss der Einsatz von Gesten beim Lernen von Vokabeln auf die Gedächtnisleistung hat, und ob es einen Unterschied macht, ob die Gesten imitiert werden oder die Ausführung dieser nur beobachtet wird, wurde mit 22 StudentInnen ein fünftägiges Sprachtraining durchgeführt. Die TeilnehmerInnen mussten einen Corpus bestehend aus 45 Pseudowörtern in drei unterschiedlichen Bedingungen lernen: 1) audiovisuelle Vorgabe der Vokabeln, 2) audiovisuelle Präsentation und Beobachtung eines Avatars, der Gesten ausführte, 3) audiovisuelle Darbietung und Imitation des gestikulierenden Avatars. Im Anschluss an das Sprachtraining folgte eine fMRT-Untersuchung, um zu klären, ob es einen Unterschied in der neuronalen Repräsentation der gelernten Wörter in Abhängigkeit von der jeweiligen Enkodierungsbedingung gibt. Die Auswertung der behavioralen Daten zeigte einen Enactment-Effekt für deutsche Wörter, der sich jedoch auf die ersten beiden Prüfungstage beschränkte. Ein sensomotorischer Lernvorteil für die Aneignung von neuen Vokabeln konnte nicht gefunden werden, was sich auch in den funktionellen Daten wiederspiegelte. Mit Hilfe der fMRT-Messung konnte jedoch der linke Gyrus Angularis als mitwirkende kortikale Region beim erfolgreichen Gedächtnisabruf identifiziert werden.

Abstract (English)

How do gestures influence vocabulary acquisition and are there differences between imitating and observing gestures when learning vocabularies? In order to answer this and further questions a language training with 22 students was performed. The training lasted five days and the participants had to learn 45 words of an artificial language in three different conditions: 1) audiovisual 2) audiovisual and observing an avatar showing gestures, 3) audiovisual and imitating the gesticulating avatar. After the language training a functional magnetic resonance imaging was conducted to examine if the different encoding conditions have led to various neuronal representations of the trained words. The evaluation of the behavioural data showed an enactment effect for the German words but which narrowed down to the first two examination days. In contrast, no sensomotoric learning benefit regarding the acquisition of new vocabularies could be found. Also in the functional data no different functional patterns based on the various learning conditions were detected. However, with the functional magnetic resonance imaging the left angular gyrus could have been identified as a contributing cortical region in episodic retrieval success.