Titelaufnahme

Titel
I woke up in Germany, looked out the window and saw Ireland : eine Übersetzungsanalyse von Hugo Hamiltons "The Speckled People" / vorgelegt von Daniela Gollegger-Knafl
Verfasser/ VerfasserinGollegger-Knafl, Daniela
Begutachter / BegutachterinWolf, Michaela
Erschienen2015
Umfang165 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Hamilton, Hugo <The speckled people> / Übersetzung / Deutsch / Hamilton, Hugo <The speckled people> / Übersetzung / Deutsch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80414 Persistent Identifier (URN)
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I woke up in Germany, looked out the window and saw Ireland [0.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung des autobiographischen Romans „The Speckled People“ (2003) von Hugo Hamilton und der deutschsprachigen Übersetzung „Gescheckte Menschen“ (2004) von Henning Ahrens. Ausgangspunkt für die vergleichende Übersetzunganalyse ist die Hypothese, dass Informationen zu Irlands Geschichte und Sprachvarietäten im Translat weniger stark präsent sind als im Original. Des Weiteren wird angenommen, dass die im Original markante Erzählperspektive des Kindes in der Übersetzung vernachlässigt wird. Im Original können die drei HauptakteurInnen Vater, Mutter und Kind jeweils einer der drei im Roman vorkommenden Sprachen Irisch, Deutsch bzw. Hiberno-Englisch zugeordnet werden. Da Kind und Mutter in der Übersetzung Deutsch sprechen, wurde davon ausgegangen, dass sie sich aufgrund der gemeinsamen Sprache emotional näher stehen. Bevor zur Analyse der Übersetzung übergegangen wird, werden im ersten Kapitel die letzten 800 Jahre der irischen Geschichte umrissen und die Sprachen Irisch und Hiberno-Englisch vorgestellt. Des Weiteren wird kurz auf das Thema Multilingualität in Irland eingegangen. Die folgenden drei Kapitel behandeln den Autor, den Übersetzer sowie das zu untersuchende Korpus im Detail. Anschließend werden die Paratexte von Original und Übersetzung analysiert. Nach der Vorstellung von Antoine Bermans „deforming tendencies“ werden 32 Textbeispiele aus den Themenbereichen „Identität“, „Multilingualität“, „Irland“ und „Deutschland“ mithilfe des präsentierten Analysemodells untersucht. Nach Durchführung der Analyse wird die eingangs aufgestellte Hypothese dahingehend bestätigt, dass sowohl die historischen und sprachlichen Besonderheiten als auch die kindliche Erzählperspektive nicht mehr so stark im Vordergrund stehen wie im Original. Dagegen wurde die Annahme, dass sich Kind und Mutter in der Übersetzung näher sind, widerlegt. Insgesamt ist die Überse emotionsloser und standardsprachlicher als das Original.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis focuses on Hugo Hamiltons autobiographical novel “The Speckled People” (2003) and Henning Ahrens German translation “Gescheckte Menschen” (2004). The hypothesis saying that information on Irelands history as well as Irish language varieties are significantly less pronounced in the translation serves as a starting point. In addition, it is assumed that the child narrators voice, being a distinctive feature of the original, is neglected in the translation. All three main characters, father, mother and child, represent one of the three languages used in “The Speckled People”: Irish, German, and Hiberno-English. Since mother and child speak German in the translation, it is understood that they are much closer to each other than in the source text. Before analysing the translation, an outline of the Irish history is given in the first chapter. Besides, distinctive characteristics of the Irish language and Hiberno-English are presented and the issue of multilingualism in Ireland is briefly addressed. The subsequent three chapters provide detailed information on the author, the translator, and the corpus under investigation. Next, the paratexts of the source text are contrasted with the paratexts of the target text. Having presented Antoine Bermans “deforming tendencies”, a comparative analysis of 32 text samples divided into the four topics “identity”, “multilingualism”, “Ireland” and “Germany” is carried out. Eventually, the analysis confirms the hypothesis saying that Irish history and language varieties as well as the childs perspective are less pronounced in the translation. On the other hand, the analysis rebuts the assumption that child and mother are closer in the translation due to their shared language. Summing up, the translation is less emotional and uses standard language expressions more often.