Titelaufnahme

Titel
Impulsivität und Kreativität bei Strafgefangenen / Jakob Zauleck
Verfasser/ VerfasserinZauleck, Jakob
Begutachter / BegutachterinIschebeck, Anja ; Fink, Andreas
Erschienen2014
Umfang125 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sexualtäter / Impulsivität / Kreativität / Sexualtäter / Impulsivität / Kreativität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80406 Persistent Identifier (URN)
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Impulsivität und Kreativität bei Strafgefangenen [3.48 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Viele der Eigenschaften die unter dem Konstrukt „Psychotizismus“ qualifiziert werden, können ebenso in hoch kreativen Personen gefunden werden. So scheint eine herabgesetzte Impulskontrolle mit einer erhöhten Kreativität einherzugehen und maßgeblich von der Intaktheit der zentral-exekutiven Funktionen abzuhängen. Straftäter zeigen mehr impulsives Verhalten als Individuen die nicht straffällig geworden sind. Dies gilt vor allem für jene Straftäter die Sexualstraftaten verübt haben. Diese Studie untersucht, ob die Kreativität von inhaftierten Sexualstraftätern durch ihre Fähigkeit zur Impulskontrolle beeinflusst wird. Ein weiteres Ziel dieser Studie ist es, zu klären, ob sich die Impulsivität von der generellen Intaktheit der zentral-exekutiven Funktionen abgrenzen lässt. Zu diesem Zwecke wurden 20 Sexualstraftäter mit 20 im Bezug auf Alter, Geschlecht und Bildung vergleichbaren nicht-straffälligen Personen verglichen. Entgegen der Erwartungen zeigen nicht-straffällige Personen mehr impulsives Verhalten als die inhaftierten Sexualstraftäter. Zudem konnte kein Unterschied in der Kreativität zwischen Inhaftierten und Nicht-Inhaftierten Individuen gefunden werden. Auch sind die gefundenen Unterschiede in der Impulsivität unabhängig von der Intaktheit der zentral-exekutiven Funktionen. Allerdings konnte gezeigt werden, das die Gruppe der inhaftierten Sexualstraftäter signifikant längere Reaktionszeiten im Farbe-Wort-Interferenztest (Stroop-Paradigma) erzielte als die nicht-inhaftierten Individuen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Reizdeprivation in Folge andauernder Inhaftierung in der Gruppe der Strafgefangenen die Ergebnisse zumindest beeinflusst hat.

Zusammenfassung (Englisch)

Many of the charateristics of violent and impulsive behaviour have a definit connection to the charateristics of highly creative persons. The view that a lack of impulscontrol or rather impulsivity, can be linked to higher creative output is is well proved and supported by many researchers. Impulsivity is strongly dependent on the intactness of the central-exekutive functions. Offenders, and especially those who comit a sexual offence, show more impulsive behaviour than non offenders do. The present study investigates if the creativity of jailed sexual offenders is dependent on their impulsivity. Furthermore the present study wants to investigate if impulsivity can be enclosed of the intactness of the central-executive functions. For this purpose a sample of jailed sexual offenders (n=20) was compared to non offenders (n=20), matched for age, sex and education. Contrary to the hypothesis we found that the non offenders showed significantly more impulsive behaviour than those sentenced for a sexual offence. Furthermore we could not identify significant differnces of creativity between offenders and non offenders. Although we found significantly longer reactiontimes in the Stroop-Paradigma for the jailed offenders than for the non offenders control group. These findings indicate that sensory deprivation could be responsible for results in the group of the jailed offenders.