Titelaufnahme

Titel
Strategienanwendung in der Bruchzahlenverarbeitung von SchülerInnen der sechsten Schulstufe und der Zusammenhang mit arithmetischen Fertigkeiten / Katharina Teresa Hausegger
Verfasser/ VerfasserinHausegger, Katharina Teresa
Begutachter / BegutachterinIschebeck, Anja
Erschienen2014
Umfang83 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kind <11-12 Jahre> / Rechenfähigkeit / Bruchrechnung / Kind <11-12 Jahre> / Rechenfähigkeit / Bruchrechnung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80359 Persistent Identifier (URN)
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Strategienanwendung in der Bruchzahlenverarbeitung von SchülerInnen der sechsten Schulstufe und der Zusammenhang mit arithmetischen Fertigkeiten [0.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der Studie wurde die Strategienanwendung von SchülerInnen in der Bruchzahlenverarbeitung erhoben und ein Zusammenhang dieser mit den jeweiligen arithmetischen Fertigkeiten untersucht. SchülerInnen der sechsten Schulstufe wurden einem Test zur Ermittlung der arithmetischen Fertigkeiten und natürliche Zahlen- und Bruchzahlenpaare zum Vergleich vorgegeben, sowie natürliche Zahlen und Bruchzahlen, welche auf einem Zahlenstrahl eingetragen werden mussten. Der Distanzeffekt (mit sinkender Distanz zwischen den zu vergleichenden Zahlen steigen die Reaktionszeit und die Fehlerrate) weist in der Verarbeitung von natürlichen Zahlen darauf hin, dass die numerische Größe der Zahlen verarbeitet wurde. Dieser Effekt wurde auf die Bruchzahlenverarbeitung übertragen: Um zu überprüfen, ob nur die Komponenten der Bruchpaare verarbeitet wurden (komponentenweise Verarbeitungsstrategie), wurden Distanzeffekte der Komponentensummen berechnet. Ob die numerische Größe der Gesamtbrüche verarbeitet wurde, wurde mittels Berechnung von Distanzeffekten zwischen den Gesamtwertigkeiten der zu vergleichenden Bruchpaare analysiert (globale Verarbeitungsstrategie). Um die präsentierten Bruchpaare richtig vergleichen zu können, mussten globale Verarbeitungsstrategien eingesetzt werden (Vorgabe von Bruchpaaren ohne gleiche Komponenten, deren Zähler- und Nennerwerte sich entgegengesetzt veränderten). Die Positionsschätzungen am Zahlenstrahl gaben zusätzlich Auskunft darüber, wie genau die numerische Größe von Brüchen verarbeitet wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass SchülerInnen mit schlechteren arithmetischen Fertigkeiten keine systematischen Distanzeffekte zeigten und die numerische Größe der Bruchzahlen am Zahlenstrahl nur sehr ungenau schätzen konnten. SchülerInnen mit besseren arithmetischen Fertigkeiten verarbeiteten die Brüche global (globaler Distanzeffekt) und positionierten diese auch am Zahlenstrahl genauer.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of the study was to identify strategies used by students when processing fractions. Furthermore the connection between these used strategies and general arithmetic skills was examined. Austrian sixth-grade students were given a test battery consisting out of five parts: a test to identify the arithmetic skills, magnitude comparisons of integer numbers, magnitude comparisons of fractions and placing integer numbers as well as fractions on number lines. The distance effect (smaller distances between numbers lead to higher reaction times and error rates in comparison tasks) indicates the processing of the numerical magnitude in comparison tasks with integer numbers. This effect was used to identify whether componential (only the magnitude of the components was compared; the distance effect refers to the distance between the components) or global (the magnitude of the fraction as a whole was compared; the distance effect refers to the distance between the magnitude of the whole fraction) processing strategies were used in the fraction comparison task. The number line task gave more information about the accuracy with which the magnitude of a fraction was represented. A difference between processing strategies of students with better versus poorer arithmetic skills was found. Students with poorer arithmetic skills did not show any distance effects in the fraction comparison task suggesting that they could not process the magnitude represented by a fraction. The very inaccurate placement of fractions on a number line supported this conclusion. Students with comparatively better arithmetic skills showed global distance effects representing a processing of the magnitude of the whole fraction. These students also placed fractions more accurate on a number line.