Titelaufnahme

Titel
Ich seh' etwas, was du nicht siehst : die Auswirkung von independenter vs interdependenter Selbstkonstruktion auf die visuelle Perspektivübernahme / Magdalena Reithofer
Verfasser/ VerfasserinReithofer, Magdalena
Begutachter / BegutachterinCorcoran, Katja
Erschienen2014
Umfang90 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Selbstbild / Perspektivität / Selbstbild / Perspektivität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80349 Persistent Identifier (URN)
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Ich seh' etwas, was du nicht siehst [1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Unter Selbstkonstruktion wird die Art verstanden, wie ein Mensch sein Selbst und Beziehungen mit anderen Menschen wahrnimmt. Je nach Situationsmerkmalen definieren sich Personen eher als independent der Ausdruck von Individualität ist hier wichtig oder als interdependent, wo Verbundenheit mit sozialen Gruppen vordergründig ist. Unterschiedliche Ausprägungen der Selbstkonstruktion führen zu verschiedenen Fokussen in sozialen Situationen und dies kann sich auf die Fähigkeit der Perspektivübernahme auswirken. Perspektivübernahme ist das Verstehen dessen, was eine andere Person wahrnimmt und das Erkennen dieses Zustandes als separiert vom eigenen. Die vorliegende Untersuchung überprüft, ob sich das Aktivieren von independenter vs interdependenter Selbstkonstruktion und die Variation der räumlichen Position unterschiedlich auf die visuelle Perspektivübernahme in einem Interaktionsspiel auswirken. Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass stärker interdependente Selbstkonstruktion zu effektiverer Perspektivübernahme führt als stärker independente, wenn Personen seitlich voneinander sitzen, da sie die Aufmerksamkeit weg vom Selbst und auf andere Personen richten. Wenn sie allerdings gegenüber voneinander sitzen, sind Personen nach independentem Priming besser, da hier eine Übersetzung der Wahrnehmung ins Gegenteil ausreicht und dies bei aktiver Independenz leichter fällt. 96 Personen wurden paarweise getestet. Selbstkonstruktion wurde mittels Priming aktiviert und danach absolvierten die 48 gleichgeschlechtlichen Versuchspaare ein Interaktionsspiel zur visuellen Perspektivübernahme, wobei die Sitzordnung und somit die räumliche Perspektive variiert wurde. Erhoben wurden die benötigte Durchlaufzeit und gemachte Fehler in den Labyrinthen. Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Unterschiede in der Perspektivübernahme abhängig von geprimter Selbstkonstruktion und Sitzordnung.

Zusammenfassung (Englisch)

Self construal means the way people perceive their self and relationships with others. Depending on situational features, people define themselves as more independent, where the personal expression of individuality has priority, or as interdependent, where the connectedness with social groups is primarily important. Different shapes of self construal lead to differing focuses in social situations and this in turn impacts the ability of perspective taking. Perspective taking means the understanding of what an other person perceives and identifying this state as separated from ones own. The current study examined the different impacts of primed self construal and spatial variation on visual perspective taking in a spatial interaction game. The hypothesis predicts that people with acitvated interdependent self construal take others perspectives more effectively than when the independent self is activated because they direct their attention away from the self towards the other person. But when sitting opposite each other, independent primed people are better because this requires the reversing of ones perception to the opposite and this is easier when independence is activated. 96 people have been tested in pairs. Self construal has been activated through priming and after that, the 48 same-sex pairs passed an interaction game which required visual perspective taking, whereby the seating order and thus the spatial perspective has been varied. Times needed to traverse the mazes and mistakes that had been made had been surveyed. The results do not show significant differences of perspective taking depending on primed selfconstrual and seating order.