Titelaufnahme

Titel
Die Privatbeteiligung nach dem Strafprozessreformgesetz und deren Bedeutung für Geschädigte anhand des Beispiels "Anlagebetrug" / von Martin Sommer
Verfasser/ VerfasserinSommer, Martin
Begutachter / BegutachterinSchmölzer, Gabriele
Erschienen2014
Umfang80 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafverfahren / Privatklage / Österreich / Strafverfahren / Privatklage / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80155 Persistent Identifier (URN)
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Die Privatbeteiligung nach dem Strafprozessreformgesetz und deren Bedeutung für Geschädigte anhand des Beispiels "Anlagebetrug" [0.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird das strafprozessuale Rechtsinstitut der Privatbeteiligung, und insbesondere dessen neuere Entwicklung durch das Strafprozessreformgesetz behandelt. Dabei wird zunächst auf die Reform und die damit verbunden Neuerungen eingegangen, und danach das Adhäsionsverfahren in seiner heutigen Form ausführlich dargestellt. Um die Bedeutung, und die Besonderheiten die sich aus der Verknüpfung von Straf- und Zivilrecht ergeben, veranschaulichen zu können, wird immer wieder eine Verbindung zu einer besonderen Art des Wirtschaftsverbrechens, dem "Anlagebetrug" hergestellt. Zu diesem Zweck erfolgt nicht nur kurz ein Versuch die Grenzen der Strafbarkeit von fehlerhafter Anlageberatung im Rahmen des § 146 StGB zu ziehen, sondern es wird auch auf die zivilrechtlichen Folgen hingewiesen, und untersucht welche Ansprüche Privatbeteiligte in einem Strafverfahren wegen dieses Delikts geltend machen können. Abschließend werden die Vorteile aufgezeigt, die sich für Geschädigte von Wirtschaftskriminalität durch das Adhäsionsverfahren ergeben. Nicht nur ein vermindertes Kostenrisiko, sondern ebenso die Möglichkeit der Vorbereitung eines späteren Zivilprozesses führte in den letzten Jahren zu regelrechten „Massenbeteiligungen“ durch Anleger. Dabei bleibt auch Platz für Kritik, denn trotz aller Bemühungen um einen verstärkten Opferschutz, dürfen die Rechte und Interessen des Beschuldigten in einem modernen Strafverfahren nicht vernachlässigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The present diploma thesis discusses the criminal procedural institution of private participation, particularly with regard to the latest advancement through the criminal trial reform law. Initially, the focus will be on the reform and its associated innovations, and subsequently, the proceeding in its current form will be presented in detail. In order to illustrate the importance and the characteristic features that result from the combination of criminal- and civil law, a link to "investment fraud", a special form of economic crime, will be established repeatedly. Not only will I attempt to draw the limits of culpability for incorrect investment consultancy in accordance with § 146 StGB, but also will I point to the consequences according to civil law and examine which claims can be asserted by private participants in court. As a last point, the advantages for victims of economic crime extracted from the proceeding are illustrated. Not only a diminished cost risk, but also the possibility of a preparation for a later civil trial has led to a downright “crowd involvement” of investors in recent years. There is also room for criticism, because despite all the efforts to enhance the protection of victims should the rights and interests of the accused not be neglected in a modern criminal procedure.