Titelaufnahme

Titel
Die Treuhand im Ertrag- Umsatz- und Verkehrssteuerrecht / vorgelegt von Anna Guggi
Verfasser/ VerfasserinGuggi, Anna
Begutachter / BegutachterinTaucher, Otto
Erschienen2014
UmfangV, 69 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Treuhand / Steuerrecht / Österreich / Treuhand / Steuerrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80132 Persistent Identifier (URN)
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Die Treuhand im Ertrag- Umsatz- und Verkehrssteuerrecht [0.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Anna Guggi Abstract Die Treuhand im Ertrag- Umsatz und VerkehrsteuerrechtDas Rechtsinstitut der Treuhand ist im österreichischen Wirtschaftsleben von erheblicher praktischer Bedeutung. Erstaunlicherweise ist sie trotzdem gesetzlich nicht eindeutig geregelt. Diese Arbeit widmet sich der Behandlung der Treuhand im Ertrag-Umsatz-und Verkehrsteuerrecht. Ist einzelgesetzlich nichts anderes bestimmt ist im Steuerrecht, gemäß § 24 BAO, das wirtschaftliche Eigentum ausschlaggebend. So ändert sich im Bereich der Ertragsteuern durch ein Treuhandverhältnis nichts an der Zuordnung des Treuguts und dessen Erträgnissen. Steuerliche Folgen werden beim Treugeber relevant. Trotzdem muss das Treuhandverhältnis, um steuerlich negative und finanzstrafrechtliche Folgen zu vermeiden, der Abgabenbehörde offengelegt werden. Mit dem AbgÄG 2010 wurde diese Offenlegungspflicht für Privatstiftungen gesetzlich verschärft.Im Bereich der Umsatz-Grunderwerb- und Gesellschaftsteuer sind auftretende Fragen ohne Heranziehung von § 24 BAO zu lösen. Hier erfolgt grundsätzlich eine rechtlich formale Anknüpfung. Die zentrale Frage im Umsatzsteuerrecht lautet, welche Umsätze im Innen- und Außenverhältnis Umsatzsteuerpflicht auslösen. Im Bereich der Grunderwerbsteuer fallt bei Erwerb durch den Treuhänder auch beim Treugeber zwecks Erwerb der Verfügungsbefugnis nach § 1 Abs 2 GrEStG, auch kann der Treuhänder durch Halten eines Zwerganteils die Besteuerung nach § 1 Abs 3 GrEStG (Anteilservereinigung) verhindern Im Bereich der Gesellschaftsteuer bezieht sich das KVG auf den Treuhänder als zivilrechtlichen Gesellschafter. Allerdings wird der Treugeber aus wirtschaftlichen Gründen als Erwerber der Anteile angesehen und auch direkte Leistungen des Treugebers werden im Sinn des Gesetzes als steuerbar anerkannt.

Zusammenfassung (Englisch)

Trusts are an important institution in the Austrian economy. Surprisingly, they are not explicitly regulated by law. Trusts in income- sales and transfer tax law are the main subject of this thesis.If not explicitly specified in the acts, § 24 BAO will be examined. According to this article the determining factor is the economic property. Because of the appliance of § 24 BAO the legal effects do not change the approbation of the trust property and its proceeds in the field of income taxes. Adressee of the legally effects is still the trustor. However, the trustee relationship has to be disclosed to the tax authorities to prevent negative and fiscal criminal outcomes. For private foundations the AbgÄG 2010 tightened the rules for their disclosure statement.The upcoming questions in sales- real estate transfer- and transfer taxes are not covered by § 24 BAO. In these matters the economics perception does not count but the civil. The main question regarding sales taxes is the liability of dealings between the parties and in relation to third parties. In range of real estate transfer taxes the acquisition of properties by the escrow is controllable twice because the trustor gets the power of disposition at the same time the escrow gets his civil property. In addition it is possible to avoid the taxable outcome of § 1 Abs 3 GrEStG (consolidation of shares) if he holds even a minimal share. In the range of capital duty, the escrow is the reference object of the KVG. But for economic reasons the trustor applies as first acquirer of shares and his direct financial performances are considered as controllable although he is not the civil shareholder.