Titelaufnahme

Titel
Fokussierung und Wortstellung im Fremdsprachenerwerb : eine experimentelle Untersuchung am Beispiel deutschsprachiger Studierender beim Erwerb von Spanisch als Fremdsprache / vorgelegt von Julia Schirnhofer
Verfasser/ VerfasserinSchirnhofer, Julia
Begutachter / BegutachterinHeidinger, Steffen
Erschienen2014
UmfangV, 105 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Fremdsprachenlernen / Spanisch / Thema-Rhema-Gliederung / Wortstellung / Fremdsprachenlernen / Spanisch / Thema-Rhema-Gliederung / Wortstellung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80100 Persistent Identifier (URN)
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Fokussierung und Wortstellung im Fremdsprachenerwerb [1.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit zeigt, welche Strategien deutschsprachige Studierende zur Fokusmarkierung im Spanischen verwenden. Die dafür durchgeführte experimentelle Untersuchung zeigt auf, wie mit informationsstrukturellen Aspekten wie beispielsweise Fokus im Fremdsprachenerwerb umgegangen wird. Das Spanische unterscheidet sich in Bezug auf die Markierung von (Informations-)Fokus stark vom Deutschen: Während in syntaktisch orientierten Studien zum Spanischen die Ansicht vertreten wird, Informationsfokus könne nur durch Wortstellungsveränderungen markiert werden, die die eng fokussierte Konstituente in die den Satzakzent tragende Finalposition bringen, wählt das Deutsche die rein prosodische Strategie der in situ-Fokussierung, wobei der Satzakzent der fokussierten Konstituente zugewiesen wird. Da Fokussierung und Prosodie in beiden Sprachen eng zusammenhängen, wurden in der experimentellen Untersuchung die Äußerungen der Teilnehmer/innen für die spätere Auswertung aufgenommen. Wie die Aufnahmen von Studierenden der ersten und der letzten Sprachausbildungsstufe des Studiums (SA 1 und SA 5) zeigen, stellt die ausschließlich prosodisch markierte in situ-Fokussierung mit beinahe 97 % die präferierte Variante dar. Dieses Ergebnis zeigt, dass deutschsprachige Spanisch-Lerner unabhängig vom Sprachniveau die im Deutschen übliche Strategie der Fokusmarkierung in situ bevorzugen. Ebenso lassen die Resultate vermuten, dass im Fremdsprachenunterricht kaum auf Informationsstruktur und Fokus sowie mögliche Markierungsstrategien Bezug genommen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this master thesis is the analysis of the strategies that German-speaking students tend to use for focus marking in Spanish. The empirical study aims to ascertain to which extent information structure is taken into consideration in language teaching classes. The Spanish language generally uses other means to mark (information) focus than German. Previous syntactically motivated studies in Spanish hold the opinion that information focus can only be marked by shifting the focused constituent to the rightmost, sentence-final position, whereas in German focus is marked prosodically in situ by assigning the nuclear stress to the constituent in focus. However, recent studies focusing on the connection of focus, prosody and word order in Spanish show that native speakers partly mark narrow information focus in situ as well. This shows that there is a strong connection between focus and prosody in both languages mentioned before. Therefore the answers of the participants in the empirical study were being recorded for further analyses. Subsequent statistical analyses of the test results show that the prosodically motivated in situ focalization is the preferred variant of circa 97 % of test subjects. This result thus strongly indicates that German-speaking learners of Spanish as a foreign language tend to use the “German” strategy of focus marking, irrespective of their language level. Furthermore the results of the results of the present study highlight that information structure and focus, as well as strategies for marking these structures are scarcely taken into account in language teaching classes.