Titelaufnahme

Titel
Durchsetzung von Rechnungslegung in Großbritannien : eine Analyse anhand beanstandeter Unternehmen / Paul Danninger
Verfasser/ VerfasserinDanninger, Paul
Begutachter / BegutachterinEwert, Ralf
Erschienen2014
UmfangVI, 79 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Großbritannien / Rechnungslegung / Großbritannien / Rechnungslegung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-80058 Persistent Identifier (URN)
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Durchsetzung von Rechnungslegung in Großbritannien [1.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Durchsetzung von Rechnungslegung, auch als Enforcement bekannt, stellt mittlerweile einen wesentlichen Eckpfeiler eines modernen Rechnungslegungsregimes dar. Ziel von Institutionen, die mit dieser Aufgabe vertraut wurden, ist es, als zweite Instanz neben dem Wirtschaftsprüfer das Vertrauen in die veröffentlichten Finanzberichte zu gewährleisten. Dies geschieht durch eine abermalige Prüfung der jeweiligen Berichte auf ordnungsgemäße Anwendung der Rechnungslegungsstandards. Da es vor allem bei börsennotierten Unternehmen von äußerster Wichtigkeit ist, für korrekte Informationen zu sorgen, beschäftigte sich diese Arbeit mit einer bestimmten Enforcementstelle und untersuchte dabei, ob die angedachten Funktionen dieser Institution auch die tatsächlich gewünschte Wirkung am Kapitalmarkt erzielen. Im Konkreten wurde die britische Enforcementeinrichtung analysiert, wobei zunächst ihre historische Entstehung, Organisationsform, Prüfwerkzeuge, Veränderungen im Zeitablauf und Sanktionsmechanismen dargestellt und kritisch gewürdigt wurden. Eine Erweiterung des Prüfungsumfangs im Jahr 2005 wurde dann in weiterer Folge als Ausgangspunkt herangezogen, um zu untersuchen, ob Veröffentlichungen über Unternehmen, bei denen eine fehlerhafte Rechnungslegung festgestellt wurde, zu negativen Kursreaktionen am britischen Aktienmarkt führen. Da vor 2005 ausschließlich ein Prüfverfahren auf reaktivem Wege eingeleitet werden konnte, war es ab 2005 dem britischen Enforcementgremium nun gestattet, proaktiv eine bestimmte Anzahl an Unternehmen ohne tatsächlichen Hinweis abermals zu überprüfen. Diese Adapti-on des Prüfungsprozesses wurde im Rahmen einer Ereignisstudie und der Berech-nung von abnormalen Renditen anhand von 15 beanstandeten Unternehmen zwischen 2006 und 2014 untersucht. Aufgrund der Uneinheitlichkeit der Ergebnisse und der vermuteten, bewussten Informationsverzerrung dieser Unternehmen konnte allerdings kein eindeutiger Beweis für eine negative Preisreaktion gefunden werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the meantime enforcement of accounting standards represents an important part of a modern accounting regime. The aim of institutions, which are responsible for this task, is to ensure the credibility in published financial reports of companies, as a second entity beside the auditor. Enforcement bodies satisfy this target through an additional review of the financial reports. As it is especially important for capital market participants to ensure correct accounting numbers of publicly listed companies, this master thesis focused on a specific enforcement body, to analyse if the intended functions of such an institution properly work and if their effects are observable on the capital market. In particular the British enforcement entity was analysed, whereby initially the historical development, the form of organization, the auditing tools, changes through time and the sanctioning mechanism of this institution was presented and critically considered. In succession an extension of the auditing range in 2005 was used to investigate, if publications of the British enforcement body of companies which violated accounting standards lead to negative price reactions on the London Stock Exchange. As prior to 2005 a review of financial reports could only be initiated by third parties, the British enforcement institution was allowed from 2005 to review company reports without an evidence form a third party. This change in the auditing process was analysed through an event study and the calculation of abnormal returns of 15 complained companies within 2006 and 2014. Due to inconsistency of the results and expected counterpublicity of these companies it was not possible to find a clearly proof of negative price reactions.