Titelaufnahme

Titel
Anders essen : der Einfluss individueller Faktoren und sozialer Strukturen auf Ernährungsgewohnheiten und deren Änderung / Sonja Gruber
Weitere Titel
Eating differently : the influence of individual factors and societal structures on eating habits and the process of changing them
Verfasser/ VerfasserinGruber, Sonja
Begutachter / BegutachterinFleck, Christian
Erschienen2014
UmfangII, 107 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Ernährungsgewohnheit / Situativer Kontext / Ernährungsgewohnheit / Situativer Kontext / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79849 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die bewusste Veränderung persönlicher Ernährungsgewohnheiten hin zu vegetarisch-veganen Ernährungsformen. Ziel der empirischen, qualitativen Untersuchung war es, den Verlauf dieser Umstellung in ihrer alltagspraktischen und sozialen Verankerung herauszuarbeiten. Als zentral konnten die Bereiche ‚Alltagsintegration‘ und ‚Umfeldreaktionen-Management‘ herausgearbeitet werden - und dabei die Herausforderungen, Strategien und Konsequenzen. Daneben wurden die Einflüsse aus den Alltagsstrukturen, sozialen Beziehungen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen analysiert. Die Ernährungsumstellung entspricht einem Verlaufsprozess, an dessen (vorläufigem) Ende eine ‚Individuelle alternative Wahlernährungsform‘ steht. Das Individuelle lässt sich besonders am unterschiedlichen Verhalten in sozialen Kontexten festmachen (z.B. ob und welche ‚Ausnahmen‘ akzeptabel sind). Außerdem zeigte sich, dass die hier Befragten (anders als in Vorstudien) kaum in ein Umfeld Gleichgesinnter eingebettet sind. Zentral für das Gelingen von Veränderungen im Ernährungshandeln ist es, diesem anfangs höhere Priorität einzuräumen, eine Unterstützungsperson (idealerweise den/die LebenspartnerIn) zu gewinnen und andere (mediale) Unterstützungsformen zu nutzen. Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen (Produktangebot, Diskurs, soziale Medien) scheinen dabei den direkten Übergang von einer Mischkost zu veganen Ernährungsformen (ohne ‚vegetarische Vorphasen‘) zu fördern. Aus der Perspektive der „Alltäglichen praktischen Lebensführung“ (Voß 1991) zeigt sich, dass es bei der Veränderung persönlicher Ernährungsgewohnheiten meist zu keinem qualitativen Wandel kommt, ‚Lebensführung‘ also stabil bleibt. Grundlegende Veränderungen zeigen sich nur dann, wenn die Ernährungsumstellung in größere Veränderungen im Alltag (z.B. neue Wohn-/Lebensform, neue Partnerschaft etc.) eingebettet ist, dann kann dies die angest Ernährungsumstellung unterstützen.

Zusammenfassung (Englisch)

This papers topic is the process of changing ones eating habits to a vegetarian/vegan diet. This process of change, embedded in everyday life and personal social relationships, was analysed by means of empirical qualitative research. Results identified ‘integration into everyday life and ‘dealing with people's reactions as two main areas of interest. As a part of this, challenges, strategies, as well as resulting consequences could be determined. Furthermore, the influence of everyday life structures, social relationships, and societal context of the process were analysed. This process of dietary change, results in an ‘individualised, alternative dietary choice. The individual characteristic can especially be observed in how people act in social situations (e.g. if and which dietary exceptions are acceptable). Moreover, the interviewees in this study (as opposed to other previous research) were hardly integrated into like-minded social circles. Key factors for a successful dietary change, are the following: It is essential to prioritise eating and food related issues, when initially changing ones habits; a supporting partner (ideally one's life partner) should be found; and for more support, the use of various media resources (e.g. books, internet) is vital. The current societal framework (e.g. products on offer, discourse, social media) seems to make it easier to take up a vegan diet immediately - without preceding vegetarian phases. Looking at the results using the concept of “Daily conduct of life” (“Alltägliche praktische Lebensführung”, Voß 1991), it can be said that the ‘conduct of life seems almost unchanged, with the adoption of a new diet. More profound changes only occur when changing ones way of eating is part of other major life changes (such as new living arrangements, a new relationship and so on). These changes then can have a positive influence on the process of dietary change.

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