Titelaufnahme

Titel
Das Recht auf Freiheit und Sicherheit nach Art. 5 EMRK und seine Beschränkungen in der Terrorismusbekämpfung : zur Präventivhaft ausländischer Terrorverdächtiger / vorgelegt von Katharina Sandriesser
Verfasser/ VerfasserinSandriesser, Katharina
Begutachter / BegutachterinFolz, Hans-Peter
Erschienen2014
UmfangVII, 97 Bl., Bl. VII - XXVIII : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Terrorismus / Bekämpfung / Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Terrorismus / Bekämpfung / Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79653 Persistent Identifier (URN)
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Das Recht auf Freiheit und Sicherheit nach Art. 5 EMRK und seine Beschränkungen in der Terrorismusbekämpfung [2.52 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der Terrorismusbekämpfung ergeben sich immer wieder Berührungspunkte mit der Europäischen Menschenrechtskonvention, insbesondere dem Recht auf Freiheit und Sicherheit nach Art. 5 EMRK. In dieser Arbeit wird Art. 5 zunächst theoretisch dargestellt und anschließend auf verschiedene Präventivhaftkonzepte, die im Vereinigten Königreich nach dem 11. September 2001 erlassen wurden, angewendet. Zunächst liegt der Fokus auf der unbegrenzten Präventivhaft ausländischer Terrorverdächtiger, die durch den Anti-terrorism Crime and Security Act 2001 eingeführt wurde. Sowohl das britische House of Lords als auch der EGMR haben klargestellt, dass eine solche Präventivmaßnahme einer Erforderlichkeitsprüfung nicht standhält und folglich mit Art. 5 unvereinbar ist. Die entsprechenden Bestimmungen des ATCSA wurden durch den Prevention of Terrorism Act 2005 ersetzt, welcher die Erlassung von Kontrollanordnungen in Bezug auf mutmaßliche Terroristen ermöglichte. Aufgrund des kumulativen Effekts verschiedener Auflagen, wie Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und der Kommunikation, wurde von den britischen Gerichten in mehreren Fällen eine Verletzung von Art. 5 festgestellt. Schließlich wurde das Kontrollanordnungs-Regime vom Terrorism Prevention and Investigation Measures Act 2011 abgelöst, der die Verhängung von modifizierten Auflagen gegen Terrorverdächtige erlaubt. Obwohl bisher noch keine Verletzung von Art. 5 durch derartige Maßnahmen gerichtlich geltend gemacht wurde, können in der Arbeit Berührungspunkte mit diesem Grundrecht aufgezeigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The fight against terrorism brings huge challenges for the protection of rights laid down in the European Convention on Human Rights, particularly the Right to Liberty and Security under Art. 5. In the first part of this diploma thesis Art. 5 is discussed which provides the theoretical basis for the analysis of a number of preventive measures taken against terrorist suspects after 9/11. The starting point of the analysis is the indefinite detention of foreign terrorist suspects introduced by the Anti-terrorism, Crime and Security Act 2001. Both the House of Lords and the ECHR considered this preventive measure not to be strictly necessary and therefore constituted a violation of Art. 5. The indefinite detention of suspected terrorists was replaced by a system of control orders under the Prevention of Terrorism Act 2005. Various orders could be imposed on suspects to restrict their freedom of movement and limit their possibilities to communicate with others. The British courts found that the cumulative effect of these orders could amount to a violation of Art. 5. Eventually, the control order regime was substituted by the Terrorism Prevention and Investigation Measures Act 2011, which contains a modified set of orders that can be imposed on suspected terrorists. Even though those affected have not argued that TPIMs are incompatible with the Right to Liberty and Security so far, it can be shown that a combination of different orders may infringe Art. 5.