Titelaufnahme

Titel
"Hexenjagd" - wenn Theater als Literatur übersetzt wird : zwei deutsche Übersetzungen von Arthur Millers "The Crucible" im Vergleich / vorgelegt von Jakob Mallinger
Verfasser/ VerfasserinMallinger, Jakob
Begutachter / BegutachterinWolf, Michaela
Erschienen2014
Umfang123 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Miller, Arthur <The crucible> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1954-1987 / Miller, Arthur <The crucible> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1954-1987 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79437 Persistent Identifier (URN)
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einer vergleichenden Analyse zweier deutscher Übersetzungen von Arthur Millers „The Crucible”: der Erstübersetzung aus dem Jahr 1954 (Ü1) sowie der Neuübersetzung aus dem Jahr 1987 (Ü2). Es wird dabei von der Hypothese ausgegangen, dass sich Ü1 näher am Ausgangstext bewegt als Ü2, welche eher eine freie Übersetzung darstellt, und sich dadurch zwangsläufig Unterschiede auf der Textebene ergeben. Dies führt dazu, dass Ü1, so wie bereits das Original, einen höheren Grad an LeserInnenorientiertheit aufweist als Ü2. Überdies wird angenommen, dass Ü2 mehr Spielraum für Interpretation bietet als Ü1. Dies ist durch den Umstand zu erklären, dass gewisse Sachverhalte nicht so genau dargestellt werden wie in Ü1. Das wissenschaftliche Instrumentarium für die Arbeit bieten zum einen die Theorie bezüglich der Orientiertheit von Dramentexten von Manuela Perteghella, zum anderen die von Andrew Chesterman formulierten „translation strategies”. In der Analyse, welche sich auf die Darstellung der Charaktere, die Beziehungen zwischen den Charakteren, die Darstellung des Lebens in Salem im Jahr 1692 sowie die Darstellung von Sexualität und Vulgarismen fokussierte, konnte nachgewiesen werden, dass Ü2 in Bezug auf sprachliche und kulturspezifische Elemente an die heutige Zeit angepasst wurde. Zudem konnte festgestellt werden, dass im Vergleich mit Ü1 einige Passagen weggelassen oder nicht so genau dargestellt wurden, wodurch die Handlung offener wird. Auch in Bezug auf die Orientiertheit der Übersetzungen konnte die Hypothese untermauert werden: Aus der Analyse geht hervor, dass Ü1 einen höheren Grad an LeserInnenorientiertheit aufweist als Ü2, welche, vor allem durch die Tatsache, dass die in Ü1 vorhandenen Kommentare Arthur Millers im Lauftext weggelassen wurden, eher bühnenorientiert erscheint.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis provides a comparative analysis of two German translations of “The Crucible” by Arthur Miller: the initial translation, published in 1954, and the retranslation, published in 1987. The analysis is based on the hypothesis that the initial translation is closer to the source text than the retranslation, which is translated rather freely. Therefore, differences between the two translations on a textual level are visible. These lead to the initial translation similar to the original being more reader-oriented than the retranslation. The hypothesis further suggests that the retranslation offers a wider scope for interpretation than the initial translation, owing to the fact that certain situations are not portrayed as precisely as in the initial translation. The tools used for the analysis are Manuela Perteghella's theory concerning the orientedness of dramatic texts and Andrew Chesterman's “translation strategies”. The analysis focussed on various thematic clusters: the portrayal of characters, the relationships between the characters, life in Salem in 1692 and sexuality and vulgarism. The results show that the retranslation has been adapted to the contemporary era in terms of language use and culture-specific elements. Furthermore, the results demonstrate that several passages of the text have been omitted or do not portray the situation as exactly as in the initial translation, which leads to the plot of the retranslation being more vague. The analysis also reinforced the assumption concerning the orientedness of the translations. The results reveal that the initial translation shows a higher degree of reader-orientedness than the retranslation, which seems relatively stage-oriented, especially due to the fact that Miller's commentaries in the text, which were included in the initial translation, have been omitted.