Titelaufnahme

Titel
Historische Vorbedingungen und Situation lediger Mütter und uneheliche Kinder in Österreich in den 1950er Jahren / vorgelegt von Christa Kohl
Verfasser/ VerfasserinKohl, Christa
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
Erschienen2014
Umfang94 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Nichteheliche Mutter / Nichteheliches Kind / Lebensbedingungen / Geschichte 1950-1960 / Österreich / Nichteheliche Mutter / Nichteheliches Kind / Lebensbedingungen / Geschichte 1950-1960 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79407 Persistent Identifier (URN)
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Historische Vorbedingungen und Situation lediger Mütter und uneheliche Kinder in Österreich in den 1950er Jahren [0.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Nach dem zweiten Weltkrieg griff man gesellschatlich in Österreich wieder auf alte Traditionen zurück.Durch den wirtschaftlichen Aufschwung wurde es nun allen Schichten ermöglicht das bürgerliche Familienmodell nicht nur zum Vorbild zu nehme,sondern auch zu verwirklichen.Dem Staat kam dies zugute,da in diesem Modell das patriarchal dominiert war,Männern die Rolle des Verdieners zugeschrieben wurde und Frauen in erster Linie für die Familie zuständig waren und Reproduktionsarbeiten unentgeltlich übernahmen.Sexualität war nur innerhalb der Ehe von der Gesellschaft geduldet.Sexualität war ein Tabuthema,Jugendliche wurden in Unwissenheit gelassen und dadurch verunsichert.Gerade uneheliche Mütter und deren Kinder wurden von der Gesellschaft diskriminiert.Sie standen besonders im Fokus des Fürsorgepersonals,einerseits seien sie wegen ihres unmoralischen Handels keine guten Vorbiler für ihre Kinder andererseits könne keine vernünftige Erzihung stattfinden,wenn die autoritäre Komponente des Vaters fehle.Daher wurden überdurchschnittlich viele uneheliche Kinder in Heime eingewiesen.Dort erfuhren sie aber keine liebevolle Behandlung und hatten auch kein Chance auf bessere Bildung,lediglich Zugang zu Hauptschulen wurden ihnen ermöglicht.Ehemalige Heimkinder hatten später größere Probleme Beziehungen aufzubauen und sich zurechtzufinden,die Selbstmordrate ist besonders hoch. Auch rechtlich waren uneheliche Kinder benachteiligt.Sie waren gegenüber ihren leiblichen Vätern nicht erbberechtigt, durften deren Namen nicht tragen.Müttern wurde ein vom Jugendamt bestimmter Votmund beigestellt und es konnte jederzeit ohne vorherige Anmeldung eine Kontrolle durchgeführt werden. Frauen spielten im politischen Leben aller Parteien eine marginale Rolle und konnten sich dadurch auch nicht für mehr Rechte für Frauen stark machen. Weder das Abtreibungsverbot noch die Gleichstellung unehelichermit ehelichen Kindern konnte erreicht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

After World War II, the Austrian society fell back to tjeir old traditions.Due to the economic upturns it was possible in all social classes not to only take cue from the civil model of society but to also realize it. The state benefited from this, due to the fact that in this model,which was patriarchicly dominated,men were confirmed the role of the earner and women were primarily responsible for the family and to up reproduction work gratuitously. Sexuality was only accepted within marriage. Sexuality was a taboo issue; teenagers were left in the dark and due to that also made insecure. Especially unmarried women and their kids were discriminated against by the society.They were very much at the forefront of the welfare workers,at the one side they were said to not be good role models for their kods, due to their unmoral actions an on the other side a decent education would not be possible due to the lack of an authoritarian element, the father.As a consequence an outstanding amount of illegitimate kids were admitted to protectority. Ther they didn`t experience a caring treatment and also didn`t have the chance to undergo higher education,merely they were provided access to main school.Former home children later had trouble building up relationships to get along;the suicide rate is particularly high.Also illegitimate children were juridically disadvantaged.They were not entitled to inherit from their birth fathers; they weren`t allowed to bear their father`s last name.A legal guradian designated by youth welfare service was assigned to assist the mother and there permanently was the possibility of an unheralded inspection. Women played a marginal role in the political activities of all parties and couldn`t compaign for more women`s right.Neither the abortion ban nor the equalization of illegitimate and legitimate children was achieved.