Titelaufnahme

Titel
Griechenland, Europa und die Nachklassik : ein Beispiel historischer Affinität? / vorgelegt von Harald Moucka
Weitere Titel
Ancient Greece, Europe and the 30-Years'-War : a paradigm of "Historical Affinity"?
Verfasser/ VerfasserinMoucka, Harald
Begutachter / BegutachterinAigner, Heribert
Erschienen2014
Umfang116 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Peloponnesischer Krieg / Weltkrieg <1914-1918> / Weltkrieg <1939-1945> / Peloponnesischer Krieg / Weltkrieg <1914-1918> / Weltkrieg <1939-1945> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79391 Persistent Identifier (URN)
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Griechenland, Europa und die Nachklassik [0.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit stellt einen wissenschaftlichen Vergleich dar, welcher darauf abzielt, zwei historische Phänomene, nämlich den Zweiten Peloponnesischen Krieg (431-404 v.Chr.) und den Zweiten Dreißigjährigen Krieg (1914-1945), auf Gemeinsamkeiten hin zu untersuchen.Den Ausgangspunkt bildet die Feststellung, daß die behandelten Auseinandersetzungen zwischen etablierten Staaten, die das Gewaltmonopol besitzen, ausgetragen werden. Diese Gemeinschaften sind in Bündnissen organisiert, so Athen im Delisch-Attischen Seebund, Sparta im Peloponnesischen Bund. Als Pendants dazu finden wir Großbritannien, Frankreich und Rußland in der Triple-Entente bzw. als Alliierte Mächte organisiert, während das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn als Mittelmächte und nach dem Zerfall der Monarchie gemeinsam mit Italien als Achsenmächte auftreten. Aufgrund des nun folgenden Zusammenstoßes von Weltmächten hegen die Zeitzeugen die Vermutung, einen Weltkrieg mitzuerleben: Thukydides, I,1,1-2 stellt fest, "der Krieg werde bedeutend werden und denkwürdiger als alle früheren." Ernst Jünger nahm ebenfalls seine Tagebuchaufzeichnungen (1914-1918) vor unter dem Eindruck, an "weltgeschichtlichen Ereignissen" beteiligt zu sein (Das Wäldchen 125, S.66 f.).Als Ergebnis ist festzustellen, daß sich 14 Analogien (etablierte Staaten, Bündnisse, Weltmächte, Imperialismus, Hochimperialismus, Weltkrieg, unvorhersehbare Tragweite der Auseinandersetzungen, unausweichlicher Konflikt mit Anlaßfall, symmetrischer Krieg, Sitzkrieg - Bellum Interruptum - Blitzkrieg, Aufstieg neuer Großmächte, Massenheer, beliebiges Betreten und Verlassen des Kampfplatzes, Verfolgung des Gegners) zu einer Art "historischen Verwandtschaft" beider Ereignisse verdichten. Die eingangs gestellte Frage nach einer Affinität beider Konfliktreihen kann somit positiv beantwortet, der Thukydideische Satz I,22,4 nach der unveränderlichen Natur des Menschen, unterstrichen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis is illustrating a historical experiment in order to find some comparative aspects between two wars: The Second Peloponnesian (431 - 404 BC) and the Second Thirty Year's war (1914 - 1945).Stating the fact, that both are conflicts between well-established states, which are holding their peoples' legal monopoly of violence, the jumping-off points are the following: Athens is leading the Delian-Attic League, Sparta the Peloponnesian. As an equivalent Great Britain, France and Russia are forming the Triple-Entente and later on "the Allies", while the German Reich and the Austrian-Hungarian Monarchy are making up Europe's Central Powers, and, after Italy had joined them, the Axis. Due to the amount of power these alliances have, contemporary witnesses assume to experience a "World War": Thucydides I,1,1-2 claimed "his war" to be more memorable than all other wars before, and Ernst Jünger's diary is influenced by his impression of witnessing "world history" (Das Wäldchen 125, p.66 f.) As a result 14 analogies (well-established states, alliances, global powers, imperialism, imperialism at its height, world war, unexpected consequences, inescapable conflict with inducement, symmetrical war, Phony War - Bellum Interruptum - Blitzkrieg, upsurge of new Great Powers, citizen's armies, arbitrary battlefield-entering and -leaving, pursuit of the enemy) tend to solidify themselves to a kind of affinity, so that the originally headlined question can be answered in a positive way. Thucydides with his sentence I,22,4 is probably right claiming the changeless of human nature.

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