Titelaufnahme

Titel
Loudness war & Hypercompression : Quantifizierung der Wahrnehmung von Kompressionseffekten / vorgelegt von Andreas Juwan
Verfasser/ VerfasserinJuwan, Andreas
Begutachter / BegutachterinEckel, Gerhard
Erschienen2014
Umfang108 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Lautheit / Musikwirtschaft / Lautheit / Musikwirtschaft / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79247 Persistent Identifier (URN)
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Loudness war & Hypercompression [3.26 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die als Loudness War bekannte Auseinandersetzung wird seit mehreren Jahrzehnten an unterschiedlichen Fronten ausgetragen. Darunter versteht man das in vielen Musikindustriezweigen beobachtete Bestreben, Produktionen mit immer höheren Lautheitspegeln auf den Markt zu bringen. Neben Radio, Film und Fernsehen sind populärmusikalische Audioproduktionen einer der zentralen Bereiche der Auseinandersetzung. Die vorliegende Untersuchung legt ihren Fokus auf populärmusikalische digitale Audioproduktionen und deren Post-Processing. Dabei werden Audiowerkzeuge wie Multibandkompressoren eingesetzt um das Endresultat einer Produktion lauter klingen zu lassen. Seit der Markteinführung der Audio-CD und der Etablierung digitaler Musikproduktion hat sich der durchschnittliche Lautheitspegel, bezogen auf einen festen Spitzenpegel, um ein Vielfaches erhöht. Oft führt die Tendenz zur Überkompression zu einer Verschlechterung der Audioqualität, was sich als messbarer Dynamikverlust bis hin zu hörbaren Störgeräuschen äußert. Quantitative Forschung zu den vielen ästhetischen Bedenken gegenüber dem Einsatz von Dynamikkompression im Zusammenhang mit dem Phänomen des Loudness War ist bis heute selten. Der übermäßige Einsatz von Dynamikkompression schadet im Allgemeinen der Audioqualität und lässt Musik gequetscht klingen, vermindert Tiefe und Textur, verringert die Stereobasisbreite und verringert den emotionalen Gehalt der Musik. Die vorliegende Untersuchung konzentriert sich explizit auf die Audiobearbeitung mittels Dynamikkompression und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung. Dabei wurde untersucht, ob steigende Kompressionsgrade einerseits die Klangqualitätsbeurteilung negativ beeinflussen und andererseits die wahrgenommene Stereobasisbreite reduzieren. Während hohe Kompressionsgrade die Klangqualitätsbeurteilung signifikant negativ beeinflussen, konnte keine signifikante Beeinflussung der wahrgenommenen Stereobasisbreite durch Kompression nachgewiesen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The Loudness Wars have been fought for several decades on various fronts. The term generally indicates the efforts by the music industry to release records with a steadily increasing loudness to the market. Besides radio broadcasting, movies and television the recordings in popular music are one of the most contested fronts. This research is focused on digitally-produced popular music and its post-processing. At this stage of production compressors are used to make the final product sound louder. Since the Audio-CD hit the market and thus established digital audio, the average loudness of Audio-CDs has increased steadily. In many cases, the tendency towards “hypercompression” has led to a decrease in overall sound quality in the sense of a measurable loss of dynamic range or even audible distortion. Quantitative studies concerning the many aesthetic concerns on the usage of dynamic range compression and the implications of the phenomenon of the Loudness War are still quite rare. Hypercompression harms overall sound quality and lets the music sound squashed, reduces depth, texture and stereo width and eventually decreases the emotional impact of music. This empirical study examines two main questions. First, if an increasing amount of compression applied has a negative influence on the judgement of overall sound quality and second, if increasing amounts of compression really decrease the perceived stereo width. The aim was to quantify the perception of compression effects on a scientific basis and thereby contribute to de-escalation strategies aiming at ending the Loudness War. The collected data shows, that increasing amounts of compression applied significantly reduce the overall sound quality. Surprisingly I failed to find any significant evidence for a loss of perceived stereo width, though some tendencies towards an expected decrease, depending on the respective audio content, are shown.