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Title
Das Formalisierungsproblem : der Weg vom Satz zur Formel / vorgelegt von Matthias Hagler
AuthorHagler, Matthias
CensorDavid, Marian
Published2014
Description105 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Formalisierung / Argumentation / Formalisierung / Argumentation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79148 Persistent Identifier (URN)
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Das Formalisierungsproblem [0.74 mb]
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Abstract (German)

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer wesentlichen Voraussetzung für die Anwendung formaler Methoden, der Formalisierung umgangssprachlicher Argumente. Das Ziel dabei ist, die Gültigkeit des Arguments mit Hilfe eines formalen Logiksystems zu prüfen. Dafür ist es notwendig, das ursprüngliche Argument in eine formale Version bestehend aus Formeln zu übertragen. Die Gültigkeitsprüfung selbst findet innerhalb des formalen Systems statt. Es stellt sich also die Frage: Wie kann man sicher sein, dass sich das formale Gültigkeitsresultat auf das ursprüngliche Argument übertragen lässt? Das damit angesprochene Formalisierungsproblem ist das zentrale Thema der Arbeit. Zu Beginn wird der Begriff der Gültigkeit präzise gefasst. Er dient den weiteren Ausführungen als Grundlage. Danach wird versucht zu klären, was genau mit einer Formel dargestellt wird. Eine gängige Ansicht ist, dass Formeln logische Formen von Prämissen und Konklusionen darstellen. Es wird ausführlich besprochen, welche Merkmale eines Arguments dabei berücksichtigt werden müssen. Ein wichtiger Punkt bei der Formalisierung von Argumenten ist, die logischen Merkmale von Argumenten mittels Formeln transparent darzustellen. Eine solche transparente Darstellung ist in der Regel bei Sätzen nicht gegeben, da ihre syntaktische Struktur die logischen Merkmale oft nicht adäquat widerspiegelt. Damit stellt sich auch die Frage, ob man Prämissen und Konklusionen mit Sätzen identifizieren kann. In jedem Fall kann man Argumente mit Sätzen ausdrücken, es gilt also letztlich die Beziehung zwischen Prämissen und Konklusionen, Sätzen, logischen Formen und Formeln zu klären. Im letzten Kapitel werden Kriterien besprochen, mittels derer die Adäquatheit der Formalisierung eines Arguments beurteilt werden kann.

Abstract (English)

The thesis is concerned with an important precondition for the application of formal methods, the formalization of natural language arguments. The aim of using such methods is to make use of formal systems of logic to prove the validity of the argument. Therefore it is necessary to translate the original argument into formulas of the formal system. The validity proof itself is done within the formal system, so the question is: How can one be sure that the formal validity result can be transferred to the original argument? The related problem of formalization is the central topic of the thesis. First, the notion of validity will be defined as a basis for the following discussion. Then it will be clarified what exactly a formula represents. According to a common view, formulas represent logical forms of premises and conclusions. It will be discussed what features of an argument have to be taken into consideration. An important aim in formalizing arguments is to represent their logical features by means of formulas in a perspicuous way. The syntactic structure of sentences normally doesn't represent their logical features perspicuously. Therefore the question arises whether premises and conclusions should be identified with sentences. In any case an argument can be expressed with sentences, so in the end one has to give an account of how premises and conclusions, sentences, logical forms and formulas are related to each other. In the final chapter, adequacy criteria for formalizations of arguments are discussed.