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Title
Identität bei Saul Kripke : oder: Was uns Schmidentität über Identität sagen kann / vorgelegt von Hannes Fraissler
AuthorFraissler, Hannes
CensorDavid, Marian
Published2014
Description131 S. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Annotation
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Kripke, Saul A. / Identität / Kripke, Saul A. / Identität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79116 Persistent Identifier (URN)
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Identität bei Saul Kripke [2.88 mb]
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Abstract (German)

Identität ist eine der beherrschenden Thematiken in Saul Kripkes Schaffen, welches das philosophische Denken hierüber seit den 1970er Jahren entscheidend und nachhaltig mitgeprägt hat. Kripkes Position zum Identitätsbegriff soll hier jedoch nicht in Isolation betrachtet werden. Nach einer kurzen Einführung und Abgrenzung des Themengebiets bietet deshalb der erste von drei Hauptteilen der vorliegenden Arbeit eine Darstellung der Identitätsdebatte in der analytischen Tradition von Frege über Russell bis Wittgenstein. Dabei werden nicht nur paradigmatische Gegenkonzeptionen zur Natur von Identität und der Analyse von Identitätsaussagen erläutert, sondern auch ein konsequenter Entwicklungsverlauf dieser Diskussion nachgezeichnet. Erst in dem darauffolgenden zweiten Hauptteil wird Identität im Rahmen von Saul Kripkes Werk diskutiert und zur vorangegangenen Erörterung in Bezug gesetzt, um gewisse Fehlentwicklungen in der Debatte vor Kripke aufzuzeigen. Im Zentrum stehen hierbei die Konzeption starrer Bezeichnungsausdrücke, Kripkes Forderung nach einer strikten Trennung von metaphysischen und erkenntnistheoretischen Fragestellungen, sowie das Gesetz der Notwendigkeit der Identität und dessen Versöhnung mit kontingenten Identitätsaussagen. Auch die Frage nach der Identität über mögliche Welten hinweg wird behandelt, bevor sich der dritte und letzte Hauptteil dieser Untersuchung ganz der Analyse und Rekonstruktion von Kripkes in der bisherigen Forschungsliteratur weitestgehend vernachlässigtem und oft missverstandenem Schmidentitätsargument widmet. Dabei wird sich zeigen, dass so der Anspruch der vorliegenden Untersuchung dieses Argument nicht nur in der Lage ist, die ihm innerhalb von Kripkes Abhandlungen aufgebürdete argumentative Last zu tragen, sondern durch seine weitreichende Anwendbarkeit auch tiefgreifende methodologische Schlussfolgerungen über eine adäquate theoretische Behandlung der Frage nach der Informativität nicht nur von Identitätssätzen zulässt.

Abstract (English)

Identity is to be found among the most central topics of Saul Kripke's oeuvre which has decisively and lastingly influenced philosophical thinking about it since the 1970s. But Kripke's position on identity is not to be considered in isolation here. For this reason the first of three major parts (chap. 2) of the present work is after a short introduction and determination of the subject area (chap. 1) dedicated to a presentation of the debate about identity in the analytic tradition from Frege to Russell and on to Wittgenstein. The present work not only aims to explain paradigmatic counter conceptions about the nature of identity and the analysis of identity statements, but also traces a consistent course of development in this discussion. Identity in Saul Kripke's work is discussed in the subsequent second main part (chap. 3) while also outlining some shortcomings in the course of the debate before Kripke. The focus here lies on the conception of rigid designators (chap. 3.2 & 3.3), Kripke's demand for strict separation of metaphysical and epistemological questions (chap. 3.4), as well as the law of necessity of identity (chap. 3.1) and its reconciliation with contingent identity statements. After also considering the issue of transworld identity (chap. 3.5), the third and last major part of this thesis (chap. 4) is wholly dedicated to the analysis and reconstruction of Kripke's schmidentity argument, which is largely neglected and often misunderstood in existing literature. The purpose of this chapter is not only to show that the argument is able to carry its argumentative burden within Kripke's essay (chap. 4.1), but also that its wide applicability allows to draw profound methodological conclusions about an adequate theoretical treatment of informativity (chap. 4.2) especially, but not only in regard to identity statements.