Titelaufnahme

Titel
Grenzen der Autonomie : Argumente für eine verpflichtende Gesundheitsversicherung / vorgelegt von Christopher Pieberl
Weitere Titel
Limits of Autonomy : arguments for a compulsory healthinsurance
Verfasser/ VerfasserinPieberl, Christopher
Begutachter / BegutachterinMeyer, Lukas
Erschienen2014
Umfang81 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Medizinische Versorgung / Versicherungspflicht / Argumentation / Medizinische Versorgung / Versicherungspflicht / Argumentation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79092 Persistent Identifier (URN)
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Grenzen der Autonomie [0.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Argumentation für eine verpflichtende Gesundheitsversicherung. Irrationalität und irrationales Verhalten tritt öfter auf als wir annehmen und hindert uns daran, die Entscheidungen zu treffen, die wir treffen müssen, um unsere eigenen Ziele zu erreichen. Aufgrund dieses Umstandes wird die Begründung, Autonomie als Wert zu schätzen, geschwächt. Im Folgenden soll untersucht werden, ob gemäß Kriterien, die Sarah Conly in ihrem Werk „Against Autonomy. Justifying coercive Paternalism“, entwickelt hat, eine verpflichtende Gesundheitsversicherung argumentierbar ist. Ausgehend von den Problemen, die uns „cognitive biases“ hinterlassen und paternalistische Intervention notwendig macht, entwickelt sie einen Kriterienkatalog, der uns davor schützen soll, dass „coercive paternalism“ über das Ziel hinausschießt und den Betroffenen Schaden zufügt. Die Kriterien werden auf „Obamacare“ angewendet. „Obamacare“ verpflichtet Menschen dazu, Versicherungsprämien zu leisten, um einen gewissen Mindeststandard bei der Gesundheitsversorgung sowie Zugang zu medizinischer Versorgung überhaupt zu gewährleisten. Ich möchte zeigen, dass Conlys Kriterien zu unscharf sind, um die Rechtfertigung von paternalistischen Interventionen zu rechtfertigen, ohne dass wir unverhältnismäßige Eingriffe in unsere Autonomie und durch staatliche Kontrolle erleiden müssen. In meiner Arbeit entwickle ich eine alternative Strategie, um eine verpflichtende Gesundheitsversicherung zu rechtfertigen. Dabei soll auf paternalistische Maßnahmen verzichtet werden, um weitgehende Eingriffe in unsere persönliche Autonomie zu vermeiden. Die moralische Pflicht zu helfen muss dabei genauso berücksichtigt werden wie das moralische Recht, frei von Ausbeutung zu leben. Dazu muss aber die Autonomie zumindest für Teilbereiche des Lebens begrenzt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis deals with the argument for compulsory health insurance. Irrationality and irrational behavior occurs more often than we think and prevents us from making the decisions that we need to take to achieve our own goals. The ground for valuing autonomy is shaky. In the following, I try to investigate whether the criteria Sarah Conly develops in her work "Against Autonomy. Justifying coercive Paternalism" can justify a compulsory health insurance. Because of cognitive biases it is necessary to make paternalistic interventions and Conly develops a set of criteria to protect us from the possibility that "coercive paternalism" goes too far and causes pain. The criteria are applied to Obamacare. Obamacare forces people to afford insurance premiums to ensure a certain minimum standard of health care and access to care at all. I want to show that Conlys criteria are too vague to justify paternalistic interventions that we have to suffer without undue interference in our autonomy and state control. In my work I argue for an alternative compulsory health insurance. It should be dispensed paternalistic measures to avoid extensive intervention in our personal autonomy. Moral obligation hast to be taken into account as well as the moral right to live free from exploitation. For that autonomy must be limited, at least for parts of our lives.

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