Titelaufnahme

Titel
Braune Flecken der Grünen Bewegung / vorgelegt von David Kriebernegg
Verfasser/ VerfasserinKriebernegg, David
Begutachter / BegutachterinBinder, Dieter-Anton
Erschienen2014
Umfang218 S. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Grüne Partei / Ökologie / Rechtsradikalismus / Grüne Partei / Ökologie / Rechtsradikalismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79074 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Braune Flecken der Grünen BewegungDie Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Grünen Bewegung zum rechtsextremen Lager. Thematisiert werden zu Beginn bestimmte Aspekte und Diskussionen, die als rechte Ökologie charakterisiert werden. Der Mensch erscheint hier als Naturwesen, der universellen Lebensgesetzen unterworfen ist. Im Vordergrund steht darüber hinaus stets das Kollektiv, während das Individuum nur als Teil eines größeren, organischen Ganzen begriffen wird. Im zweiten Kapitel geht es um die Wurzeln der Grünen Bewegung. Diese werden bereits in den antimodernistischen Gegenbewegungen im Fin de Siècle gesehen. Im Fokus stehen hier die Heimatschutz- und die Lebensreformbewegung, die sich beide gegen die moderne Industriegesellschaft wandten und nach 1918 ins Fahrwasser der völkischen Bewegung gerieten. In der Folge kam es auch zur Partizipation am Nationalsozialismus. Aufgrund dieses Naheverhältnisses galten jene konservativ-rechtsökologischen Positionen nach 1945 als diskreditiert. Erst mit dem Einsetzen der Antiatom- und Umweltbewegung wurden kultur-pessimistische Positionen wieder zunehmend salonfähig. Bei der Entstehung der ersten grünen Parteien nahm die ökologische Rechte sogar eine federführende Position ein, konnte sich jedoch in den frühen achtziger Jahren nicht gegen den linksalternativen Mainstream durchsetzen. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den AkteurInnen der ökologischen Rechten, wobei sowohl Personen, Organisationen als auch das Verhältnis zur grünen Wahlbewegung thematisiert werden. Außerdem richtet sich der Blick auf die Aktivitäten rechtsextremer und neonazistischer Personen, die im grün-alternativen Milieu anzudocken versuchten. Auch wenn vor allem das bürgerlich-konservative Grünspektrum anfällig für solche Interventionsversuche war, konnten sich solche „braunen Grünen“ schlussendlich nicht erfolgreich durchsetzen und blieben eine skurrile Randerscheinung.

Zusammenfassung (Englisch)

Brown Spots of the Green MovementThis thesis deals with the relationship of the Green Movement to the extreme right. In the first part, the focus is on certain aspects and discussions that are commonly characterized as discourses of “right-wing ecology.” Humans are recognized as natural beings subject to universal laws. The focus is always on the collective, while the individual is conceived only as part of a larger organic whole. The second chapter deals with the roots of the Green movement. These can already be traced back to anti-modernist counter-movements in the fin de siècle. The focus in this part is on the so-called “Heimatschutzbewegung,” as well as on the “Lebensreformbewegung,” both of which opposed modern, industrialized society. After World War I these movements were dominated by nationalistic trends and later by National Socialism which itself recurred to ideas and concepts of anti-modernist tendencies. As a result of this close relationship to National Socialism, positions of the conservative right including ecological positions were discredited after 1945. But in the 1970s in the context of anti-nuclear und environmental protests, cultural pessimist positions again become increasingly fashionable. With the emergence of the first Green parties, the ecological right-wing movement even took a lead position but never managed to prevail against the left-wing alternative mainstream in the early eighties. The third part of this thesis deals with the actors of the ecological right-wing movement, focusing on individuals as well as on organizations and the relationship to the Green movement. In addition, the focus is on the activities of right-wing and neo-Nazi people who tried to connect to the Green/alternative milieu. Even though especially the reactionary-conservative Green spectrum was prone to such interventions, such “brown Greens” were ultimately unsuccessful and remained on the margins.