Titelaufnahme

Titel
Reziprokratie / vorgelegt von Christoph Autischer
Verfasser/ VerfasserinAutischer, Christoph
Begutachter / BegutachterinMeyer, Lukas
Erschienen2014
Umfang69 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Demokratie / Reziprozität / Demokratie / Reziprozität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-79062 Persistent Identifier (URN)
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Reziprokratie [0.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Reziprokratie ist ein beispielhafter Versuch ein System überstaatlicher Demokratie darzustellen und zu rechtfertigen. Die Reziprokratie setzt die Demokratie voraus und baut auf ihr auf. Sowohl das formale System der Demokratie als auch die politische Kultur der Demokratie spiegeln sich in der Reziprokratie wider. Im Kern handelt es sich um ein überstaatliches Wahlsystem, welches die Mitbestimmung von politischen Kräften in anderen Staaten erlaubt, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Die wichtigste Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beeinflussung der Politik anderer Staaten ist, dass diese Beeinflussung stets auf Gegenseitigkeit beruhen muss (daher auch der Name Reziprokratie). Die gegenseitige Beeinflussung der Politik ist prinzipiell mit den Grundwerten der Demokratie vereinbar, wenn dadurch Werte wie Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung zumindest gewahrt werden. Die Attraktivität der Reziprokratie liegt, unter anderem, darin begründet, dass die demokratischen Grundwerte nicht nur gewahrt werden, sondern eine noch tiefergreifende Anerkennung und Würdigung, vermittelt durch das System der Reziprokratie, erfahren. Die Reziprokratie soll demnach demokratischer als die Demokratie selbst sein und zugleich, als politisches System, als bestens geeignet für die neuen Anforderungen und Herausforderungen einer globalisierten Welt in Erscheinung treten. Der vorliegende Text kann all diese Aspekte nur sehr beschränkt behandeln, da eine erschöpfende Darstellung und Rechtfertigung der Reziprokratie einer sehr umfänglichen Analyse bedürfte. Der Zweck des Textes besteht darin, einen Überblick über die Reziprokratie zu geben und einen Einblick in die grundlegende Idee hinter dem Konzept der Reziprokratie zu gewähren.

Zusammenfassung (Englisch)

The reciprocracy is an exemplary attempt to depict and justify a system of supranational democracy. The reciprocracy presupposes democracy and builds on it. The formal system of democracy and the political culture of democracy are reflected by the reciprocracy. At the core it is a supranational election system, which allows political codetermination in other states, if certain requirements are met. The most important requirement for the admissibility of political interference in other states is, that the interference has to be based on mutuality (thats why the system is named reciprocracy). The mutual interference of policy is in principle compatible with democracy, if fundamental values like liberty, equality and self determination are, at least, preserved. The attraction of reciprocracy lies, among other things, in its ability not just to preserve fundamental democratic values, but in an even deeper recognition and appreciation, mediated through the system of reciprocracy, of those values. Thus reciprocracy ought to be more democratic than democracy itself and make at the same time, as a political system, an appearance as an appropriate way to deal with the requirements and challanges of a globalized world. To all these aspects can be given only limited attention by the text in hand, as an exhausting depiction and justification of the system of reciprocracy would require an ample analysis. The purpose of the text is to give an overview of the reciprocracy and to provide an insight into the fundamental idea standing behind the concept of reciprocracy.