Titelaufnahme

Titel
In vitro Kultur humaner Embryonen unter vibrotaktiler Stimulation / eingereicht von Sonja Traunfellner
Verfasser/ VerfasserinTraunfellner, Sonja
Begutachter / BegutachterinMontag, Markus
Erschienen2012
Umfang43 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)In-vitro-Kultur / Embryo / Schallwelle
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78985 Persistent Identifier (URN)
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In vitro Kultur humaner Embryonen unter vibrotaktiler Stimulation [0.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Embryo ist im Mutterleib permanent dynamischen Stimuli ausgesetzt, die beispielsweise durch die Peristaltik der Tube und die Zilien des Flimmerepithels erzeugt werden. Speziell in den ersten fünf Tagen nach Ovulation sind somit Reibung und Bewegung ein fixer Bestandteil der Mikroumgebung des Embryos. Mit dem Bestreben einer möglichst physiologischen in-vitro Kultur gibt es demzufolge Ansätze, diese physikalischen Phänomene in das IVF Labor zu integrieren. Es wird vermutet, dass durch den Einsatz von Bewegung ein Abtransport von Schadstoffen sowie eine optimale Versorgung mit frischen Nährstoffen gewährleistet wird, mit dem Ziel die embryonale Entwicklung zu begünstigen. So konnten bereits durch den Einsatz von Wippen oder Vibrationen vorteilige Effekte hinsichtlich der Embryonalqualität und teilweise auch Erhöhungen der Schwangerschaftsrate gefunden werden. Diese aufwendigen Methoden sind jedoch für routinemäßigen Gebrauch im IVF-Labor nicht geeignet. In dieser Studie wurden die Eizellen von 20 Patientinnen jeweils in zwei Gruppen unterteilt und in verschiedenen Benchtop-Inkubatoren kultiviert. Neben jedem Schälchen wurde ein Lautsprecher platziert, der bei der Kontrollgruppe auf Mute und bei der Studiengruppe auf volle Lautstärke gestellt war. Während der gesamten Dauer der in-vitro Kultur wurde in einem Intervall von 20 Minuten für jeweils eine Minute ein Ton abgespielt. Nach Auswertung konnten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Entwicklungspotentials in Studien- und Kontrollgruppe gefunden werden. Der Einsatz von Schallwellen in der in-vitro Kultur humaner Embryonen ist neu und eine in den Routinebetrieb einfache zu integrierende Methode. Es wurde nachgewiesen, dass ein Einsatz von Schallwellen zumindest keinen nachteiligen Effekt mit sich bringt. Um weitere Aussagen zu treffen, sind Folgestudien mit Verwendung von beispielsweise anderen Frequenzen mit einem homogenen Studienkollektiv sinnvoll.

Zusammenfassung (Englisch)

Under natural conditions the embryo is continously exposed to dynamic stimuli generated by the peristaltic movement of the tuba uterina and the ciliated epithelium. Especially the first five days after ovulation friction and movement are an integral part of the micro environment of the embryo. In order to provide physiological conditions in the in-vitro culture there have been attempts to integrate these physical phenomena in the IVF laboratory. It is believed that through these movements the removal of pollutants and the optimal supply of fresh nutriants is ensured, subsequently having a positive effect on embryo development. Former studies have shown that the use of paddles or vibration resulted in better embryo quality and in increased pregnancy rate. The complexity and high cost of these methods, however, as well as the fact that these methods are not applicable in commerical benchtop-incubators prevent the routine use in the common IVF laboratory. In the present study, the oocytes of 20 patients were divided into two groups and cultivated in two different benchtop-incubators. A small speaker was placed next to each culture dish, which, in the control group was set on 'mute' whereas in the study group was turned to full volume. Throughout the whole duration of cultivation, at an interval of twen-ty minutes, a single tone with a frequency of 432 Hz was played for one minute. The evaluation of the results showed no significant difference regarding embryo development between study group and control group. The use of soundwaves in in-vitro culture of human embryos is a new attempt to provide physiological conditions for the embryo and is a method that can be easily integrated in rou-tine laboratories. It was clearly established that the application of acoustic waves does not have a negative effect on the embryo. To make further conclusions follow-up studies, for example using different frequencies, and a more homogenous patient collective will be necessary.