Titelaufnahme

Titel
Die fotografische Repräsentation des österreichischen "Ständestaates" : Illustrierte Zeitungen und Bildchroniken als Träger der visuellen Geschichte des Dollfuß-Schuschnigg-Regimes / vorgelegt von Bettina Brunner
Verfasser/ VerfasserinBrunner, Bettina
Begutachter / BegutachterinUhl, Heidemarie
Erschienen2014
UmfangV, 116 S. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Pressefotografie / Austrofaschismus / Geschichte 1920-1938 / Österreich / Pressefotografie / Austrofaschismus / Geschichte 1920-1938 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78956 Persistent Identifier (URN)
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Die fotografische Repräsentation des österreichischen "Ständestaates" [24.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit versteht sich als Plädoyer für eineVisual History des ``Ständestaates''. Damit verbunden ist das Bestreben, über den Weg einer bildkritischen Beschäftigung mit Pressefotografien der 1920er und 1930er Jahren neuartige Perspektiven für die geschichtswissenschaftliche Beschäftigung mit dem Austrofaschismus zu eröffnen.Auf zwei Ebenen wird das Thema behandelt: Das erste Interesse liegt bei den fotografischen ``Wirklichkeiten'' des Ständestaates in dessen Gegenwart. Im Rahmen einer Kulturgeschichte der Fotografie werden die wichtigsten Pressefotografen der Zwischenkriegszeit vorgestellt. Diese werden als Akteure sichtbar gemacht, die mit ihren in Zeitungen erscheinenden Bildern die Repräsentation und Inszenierung des austrofaschistischen Regimes stützten. Als Untersuchungsgegenstand dienen die zeitgenössischen Illustrierten (Das interessante Blatt, Wiener Bilder, Der Kuckuck). In einem nächsten Schritt soll der Bildkanon des kulturellen Gedächtnisses der Gegenwart reflektiert werden. Die daraus abgeleiteten Fragen lauten: Welche Fotografien konstituieren den Bildkosmos des Ständestaates und prägen damit unsere Vorstellungen dieser Epoche? Welche Auswirkungen haben Auswahl, Beschriftung und Kontext von Bildern für die Beurteilung von Ereignissen, Personen und dem Ständestaat als Ganzem? Als Untersuchungsgegenstand dienen ausgewählte Bildchroniken.Die Bearbeitung der Fragestellungen führte zu folgenden Erkenntnissen und Schlüssen: (1) Die fotografische Kultur der 1920er und 1930er ist intensiv und vielfältig. Die Pressefotografie ist geprägt von wenigen Akteuren, die mit ihren Bildern starke Repräsentationsaufgaben übernehmen. (2) Der Bildkanon des kulturellen Gedächtnisses ist nicht statisch. Eine Öffnung für alternative Darstellungen von Ereignissen der Jahre 1933 bis 1938 könnte die Diskussionen zum Ständestaat beleben -- und dabei sowohl zur Bestätigung als auch zur Korrektur bestehender Geschichtsdeutungen beitragen.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis meant to be a plea to a Visual History for the years 1933 to 1938 called the "Ständestaat". This work will guide you through an iconic reflection of press photographs from the 1920s to the 1930s which will give a stimulus for a new scientific perspective of the Austro-fascism.This topic will be split in two layers. The first layer will handle the photographic "reality" of the "Ständestaat" in its time. An excurse of culture history photographers will present the most important of them in the era of the "Zwischenkriegszeit". This so called "actors" reinforced the Austro-Fascist regime by the representation and imagine techniques of their photographs published in newspapers such as"Das interessante Blatt", "Wiener Bilder" or "Der Kuckuck". The second layer will reflect the visual canon of collective memory of the present. Therefor we derive two major questions: Which photographs characterise our imagination of this epoch? Which significant consequences have choice, titling and context of the pictures for the assessment of happenings, persons and the "Ständestaat" itself? This work leads to the following two conclusions: (1) The culture of photography in this time is intense and multifaceted. There are only a hand full of actors, who take take over a huge amount of representative work. (2) The visual canon of collective memory is not static; a disclosure of alternative sights of the happenings between 1933 and 1938 could bring new spirit in the discussion of the topic "Ständestaat" as well as verification or correction of already existing historical facts.