Titelaufnahme

Titel
Burnout : Zwischen Hamsterrad und Selbstbestimmung / vogelegt von Irmgard Macher
Verfasser/ VerfasserinMacher, Irmgard
Begutachter / BegutachterinRolshoven, Johanna
Erschienen2014
Umfang149 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Burnout-Syndrom / Kulturanthropologie / Burnout-Syndrom / Kulturanthropologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78812 Persistent Identifier (URN)
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Burnout [1.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Burnout Zwischen Hamsterrad und SelbstbestimmungBurnout ist gegenwärtig in aller Munde und wird von unterschiedlichen Disziplinen als Krankheitsform analytisch aufgegriffen. Die vorliegende Arbeit soll dazu als eine Ergänzung eine kulturanthropologische Auseinandersetzung mit dem Phänomen liefern. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich Burnout auf persönlicher, gesellschaftlicher und kultureller Ebene darstellt. Unter Zuhilfenahme von vergleichbaren historischen Krankheitsphänomenen wird Burnout in einen größeren ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Kontext eingebettet und die Konstruktion, sowie die Funktion von Krankheit betrachtet. Ausgehend von narrativen Interviews mit Burnout-Betroffenen wird die persönliche Erfahrungsebene der Frauen und Männer mit aktuellen Ausprägungen unterschiedlicher Milieus der Gegenwartsgesellschaft Österreichs in Verbindung gebracht. Dabei werden von den Forschungspersonen Themen wie Beschleunigung des Alltagslebens und das Hamsterrad der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit genannt und als maßgebliche Belastungsfaktoren ausschlaggebend fürs Ausbrennen identifiziert. In diesem Zusammenhang wird die Diskursproduktion um Burnout und andere Erschöpfungskrankheiten deutlich und in der Kulturanalyse kritisch reflektiert. Besonderes Augenmerk wird auch auf die individuellen Handlungsstrategien der Betroffenen zur Bewältigung der Krise Burnout gelegt. Dabei zeigt sich, dass sich bei allen Symptomatiken und Beeinträchtigungen durch das Ausgebranntsein auch positive Perspektiven für die Individuen eröffnen. Burnout bedeutet so für Betroffene nicht primär zu scheitern, sondern kann zur Metapher eines Übergangs zu mehr Selbstbestimmung in der Gestaltung des Lebens vernommen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Burnout between rat-race and self-determinationBurnout is a currently well-discussed topic and is being analysed as an illness by various disciplines. This thesis adds to the on-going debate by offering a cultural anthropological approach to the phenomenon. It pursues the question how burnout manifests itself on a personal, societal as well as cultural level. By using comparable historical phenomena of medical conditions, burnout is placed in a bigger economical, political and social context. Furthermore, the construct, as well as the role of illness, are considered. Based on narrative interviews with affected men and women, their personal experience is then linked to current manifestations of different milieus of the present Austrian society. In the course of these interviews issues such as the acceleration of everyday life and the rat-race of gainful as well as reproductive work have been mentioned by the interviewees and have been identified as major stress factors leading to burning out. In this context the cultural production of the discourse on burnout and related fatigue conditions is conveyed and critically reflected upon within a cultural analysis. A strong focus is further put on the individual coping strategies of the interviewees to deal with the crisis burnout. It becomes apparent here, that despite all symptoms and adverse effects of being burned out, there are also positive perspectives for each individual. Viewed from this perspective, burnout does not primarily mean failure for the persons concerned but can become a metaphor for a transition towards more self-determination in their way of life.