Titelaufnahme

Titel
NEETs als Zielgruppe des Jugendcoachings : Möglichkeiten und Grenzen der Reintegration systemferner Jugendlicher ins Ausbildungs- und Berufssystem im Raum Graz / vorgelegt von Theresa Groß
Verfasser/ VerfasserinGroß, Theresa
Begutachter / BegutachterinRossmann, Peter
Erschienen2014
Umfang155 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Jugend / Coaching / Jugendarbeitslosigkeit / Jugend / Coaching / Jugendarbeitslosigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78691 Persistent Identifier (URN)
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NEETs als Zielgruppe des Jugendcoachings [2.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern das Jugendcoaching NEETs also Jugendliche, die sich per definitionem Not in Education, Employment or Training befinden dabei unterstützen kann, sich in das Ausbildungs- und Berufssystem zu reintegrieren. Um im Anschluss an eine theoretische Aufarbeitung des Themas herauszufinden, welche Problemlagen NEETs aufweisen, was das Jugendcoaching für diese spezifische Zielgruppe zu leisten vermag und wo dessen Grenzen liegen, wurden qualitative Interviews mit Grazer Jugendlichen, die sich vor und während ihrer Teilnahme am Jugendcoaching in NEET-Situation befunden haben, sowie mit deren Jugendcoaches und Bezugspersonen geführt. Dabei konnte herausgefunden werden, dass sich der individuell orientierte Ansatz des Jugendcoachings sehr gut für die Arbeit mit der heterogenen Zielgruppe der NEETs eignet. Aufgrund der zumeist vielschichtigen Probleme der systemfernen Jugendlichen benötigt ein Coaching-Prozess im Vergleich zu den Coachings mit Angehörigen anderer Zielgruppen allerdings ein besonders hohes Maß an Zeit, Sensibilität und Flexibilität. Die Ergebnisse lassen aber auch darauf schließen, dass der Erfolg der Maßnahme stark von der Motivation der Jugendlichen, der Freiwilligkeit ihrer Teilnahme, ihrem sozialen Umfeld sowie der Verfügbarkeit geeigneter Folgeprojekte und der Bereitschaft von Firmen abhängt. Die größte Schwierigkeit, mit der das Jugendcoaching in Hinblick auf die Zielgruppe der NEETs nach wie vor konfrontiert zu sein scheint, liegt in deren Erreichbarkeit. Deshalb spielt die Vernetzung mit anderen Institutionen eine besonders große Rolle, um künftig einer größeren Anzahl an systemfernen Jugendlichen einen niederschwelligen Zugang zum Jugendcoaching zu ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the question how youth coaching can support young people who are Not in Education, Employment or Training (NEETs) on their way back to the educational or vocational system. In order to find out theoretically and empirically which problems NEETs are confronted with, how youth coaching can help them and where the concept reaches its limits, qualitative interviews were conducted with adolescents in Graz who were NEETs before and during their participation in youth coaching, as well as with their youth coaches and attachment figures. It was found out that the individually oriented approach of youth coaching is suitable for the work with the heterogeneous target group of NEETs. Because of the mostly complex problems NEETs are concerned with, their coaching processes require more time, sensitivity and flexibility, compared to the coaching processes with members of other target groups. However, the results also suggest that the success of the measure is heavily dependent on the motivation of the adolescents, the voluntariness of their participation, their social environment, the availability of suitable subsequent projects and the cooperativeness of companies. The major difficulty that youth coaching still seems to be confronted with can be found in the accessibility of NEETs. Therefore, the cooperation with other institutions plays a particularly important role in order to enable a greater amount of NEETs to get low-threshold access to youth coaching in the future.