Titelaufnahme

Titel
Staatliche Handlungspflichten bei Naturkatastrophen und Menschenrechte / von Andrea Polzer
Verfasser/ VerfasserinPolzer, Andrea
Begutachter / BegutachterinKleewein, Wolfgang
Erschienen2014
UmfangXIV, 135 Bl., Bl. XIX - XXXVIII : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Naturkatastrophe / Schutzpflicht / Menschenrecht / Österreich / Naturkatastrophe / Schutzpflicht / Menschenrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78674 Persistent Identifier (URN)
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Staatliche Handlungspflichten bei Naturkatastrophen und Menschenrechte [1.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit den internationalen Pflichten und der nationalen Rechtslage Österreichs in Hinblick auf staatliche Handlungspflichten bei Naturkatastrophen. Der zentrale Fokus basiert auf einem Vergleich zwischen den internationalen Vorgaben und der österreichischen Gesetzeslage. Österreich ist seit dem Jahre 1958 völkerrechtlich an die Europäische Menschenrechtskonvention gebunden, welche im Verfassungsrang inkorporiert wurde. Die Rechtsprechung des Europäischen Menschengerichtshofs hat im Jahre 2008 eine bemerkenswerte Richtung in diesem Kontext eingeschlagen. Durch die Entscheidung ‚Budayeva ua gegen Russland‘ wurde erstmals unter gewissen Voraussetzungen eine staatliche Schutzpflicht vor Naturgefahren bejaht. Diese Rechtsprechung wurde durch das Urteil ‚Kolyadenko ua gegen Russland‘ bekräftigt. Der Mangel eines kompakten ‚Naturgefahrenschutzpakets‘ ist in Österreich nicht zu leugnen. Dennoch existieren mehrere rechtliche Grundlagen, wie etwa das Wasserrechtsgesetz, das Sicherheitspolizeigesetz, das Forstgesetz, das Wehrgesetz, die bundesrechtlichen Katastrophenschutz- und Katastrophenhilfegesetze und Ähnliches, die jedoch in der Regel keine staatlichen Handlungspflichten statuieren. Die internationale Rechtsprechung fordert Österreich daher in mehrfacher Hinsicht heraus.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis deals with the international obligations and the national legal situation of Austria concerning national obligations in case of Natural Catastrophes. The focus lies upon a comparison between the international duties and the legal position of Austria.Austria joined the ECHR in 1958, which was incorporated into the constitutional law. In the year 2008 the jurisdiction of the ECtHR has seen a notable progress in this context. The decision ‘Budayeva and others versus Russia stated a national obligation of Natural Catastrophes for the first time in history. This jurisdiction was confirmed by the following decision ‘Kolyadenko and other versus Russia. Austria lacks of a compact law in the context of Natural Catastrophes. Even though there are a lot of legal terms, like the ‘Wasserrechtsgesetz, the ‘Sicherheitspolizeigesetz, the ‘Forstgesetz, the ‘Wehrgesetz, and the ‘Katastrophenschutz- and Katastrophenhilfegesetze of the Federal States. Those terms do not focus in general upon national obligations. Considering these facts, the international jurisdiction of the ECtHR challenges the national situation of Austria.