Titelaufnahme

Titel
Die aktuellen Gleichbehandlungsrichtlinien der EU und die bestehenden Mängel ihrer Unsetzung in Österreich / vorgelegt von Florian Mayer
Verfasser/ VerfasserinMayer, Florian
Begutachter / BegutachterinMarko, Josef
Erschienen2014
UmfangIX, 70 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterÖsterreich / Europäische Union <Gleichbehandlungsrichtlinie> / Österreich / Europäische Union <Gleichbehandlungsrichtlinie> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78454 Persistent Identifier (URN)
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Die aktuellen Gleichbehandlungsrichtlinien der EU und die bestehenden Mängel ihrer Unsetzung in Österreich [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit behandelt die Gleichbehandlungsrichtlinien RL 2000/43/EG, RL 2000/78/EG, RL 2004/113/EG RL 2006/54/EG u bestehende Mängel ihrer Umsetzung in Österreich.Die RLn verbieten die unmittelbare Diskriminierung, die mittelbare Diskriminierung, die Belästigung u die Anweisung zur Diskriminierung. RL 2004/113/EG u RL 2006/54/EG verbieten zudem die sexuelle Belästigung.Alle in dieser Diplomarbeit behandelten RLn schützen vor Diskriminierung in der Arbeitswelt. Der Schutz bzgl Geschlecht u ethnischer Herkunft reicht darüber hinaus.Das Diskriminierungsmerkmal Geschlecht hat die Ausprägungen hermaphroditisch, männlich oder weiblich sowie transsexuell oder nicht transsexuell. „Rasse“ wird als Diskriminierungsmerkmal genannt, allerdings so definiert, dass eine Anwendung unmöglich ist. Eine Ausprägung des Diskriminierungsmerkmals ethnische Herkunft kann jedes Merkmal einer Ethnie sein. Der durch die Merkmale Religion oder Weltanschauung eröffnete Schutzbereich geht über staatlich anerkannte Religionen hinaus. Der Schutzbereich ist weit u seine Grenzen sind diffus. Das Merkmal Behinderung hat zwei Ausprägungen: behindert u nicht behindert. Alter ist ein Verlaufsmerkmal. Es sind unendlich viele Ausprägungen möglich. Das Diskriminierungsmerkmal sexuelle Ausrichtung umfasst, Bisexualität, Heterosexualität u Homosexualität.Drei der vier betrachteten RLn wurden in Österreich verspätet umgesetzt. Es bestehen Zweifel, dass die österreichische Regelung der Beweislast den Vorgaben der RLn entspricht. Es bestehen Zweifel an der richtlinienkonformen Umsetzung von Art 13 RL 2000/43/EG, der die Benennung oder Einrichtung von Stellen für den Diskriminierungsschutz fordert. § 62 GlBG, der Art 7 Abs 2 2000/43/EG umsetzen soll, gewährt einer diskriminierten Person nicht die in der RL geforderten Rechte bzgl der Beteiligung u Miteinbindung von Verbänden ua juristischen Personen. Die österreichische Regelung der Feiertage beinhaltet Diskriminierungen aufgrund der Religion.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis covers the equality directives 2000/43/EC, 2000/78/EC and 2004/113/EC, 2006/54/EC and identifies existing deficiencies in Austria's transposition.The directives illegalize direct discrimination, indirect discrimination, harassment and instruction to discrimination. 2004/113/EG and 2006/54/EG additionionally illegalize sexual harassment.All directives covered by this thesis apply to the world of work or in the case of sex and ethnic origin more than that.The thesis defines sex, “race”, ethnic origin, religion, belief, disability and sexual orientation and the possible expressions of these characteristics covered by the directives. Possible expressions of the charecteristic sex are female, hermaphroditic or male as well as transexual or not transexual. The discrimitaion on grounds of “race” is illegalized. To use the characteristic “race” like the directive seems to intend it is impossible because of its definition. Expressions of ethnic origin are legion, religion or belief is not included tough. The characteristics religion and belief cover more than accredited religions. The scope is large and vague. There are two expressions of the charecteristic disability: disabled or not disabled. There is an infinite number of expressions of the characteristic age. Expressions of the characteristic sexual orientation are bisexuality, heterosexuality and homosexuality.Austria transposed three of the four covered directives too late. The transposition of the burden of proof provision and the transposition of Article 13 of the directive 2000/43/EC might be wrong. Article 7 of the directive 2000/43/EC has been transposed deficiently. Parts of the holiday provision of Austria are a discrimination on grounds of religion.