Titelaufnahme

Titel
Die neue Gesetzesbeschwerde in Österreich / von Elisabeth Huemer
Verfasser/ VerfasserinHuemer, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinStöger, Karl
Erschienen2014
UmfangX, 102 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Rechtsnorm / Beschwerde / Österreich / Rechtsnorm / Beschwerde / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78418 Persistent Identifier (URN)
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Die neue Gesetzesbeschwerde in Österreich [0.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Am 1. Jänner 2015 wird die B-VG-Novelle BGBl I 2013/114, mit der die neue Gesetzesbeschwerde in Österreich eingeführt wird, in Kraft treten. Mit diesem neuen Rechtsbehelf sollen die Schwächen des Individualrechtsschutzes gegen generelle Normen nach der geltenden Rechtslage ausgeglichen werden. Parteien eines zivil- oder strafgerichtlichen Verfahrens können daher ab nächstem Jahr unter bestimmten Voraussetzungen mit der Gesetzesbeschwerde die Aufhebung von rechtswidrigen Normen, die in einem gerichtlichen Verfahren zur Anwendung gebracht wurden, direkt beim VfGH beantragen. Diese Verfassungsreform blickt jedoch auf eine lange Geschichte zurück, bei der zahlreiche verschiedene Gesetzesentwürfe formuliert wurden und höchst kontroversielle Diskussionen geführt wurden. Während die ersten Vorschläge zur Einführung einer Gesetzesbeschwerde schon vor über 50 Jahren unterbreitet wurden, hat sich insbesondere auch der Österreich-Konvent intensiv mit der Ausweitung der Antragslegimitation auf Verfahrensparteien im Normenkontrollverfahren auseinandergesetzt. Außerdem wurden seit der 24. Gesetzgebungsperiode nicht weniger als vier verschiedene Initiativanträge im Nationalrat eingebracht, bis schlussendlich im Juni 2013 über die konkrete Ausgestaltung der Gesetzesbeschwerde Konsens erzielt werden konnte. In dieser Arbeit soll daher ein Überblick über die Entstehungsgeschichte der Gesetzesbeschwerde gegeben werden, die verfassungsgesetzliche Ausgestaltung des Rechtsbehelfs dargestellt und diskutiert werden sowie mögliche Problemfelder der Gesetzesbeschwerde aufgezeigt werden.Da seit wenigen Wochen auch ein Ministerialentwurf mit den einfachgesetzlichen Durchführungsvorschriften zur Gesetzesbeschwerde vorliegt, soll zuletzt auf die einfachgesetzliche Ausgestaltung der Gesetzesbeschwerde eingegangen und noch mögliche offene Fragen sowie verfahrensrechtliche Probleme im Zusammenhang mit dem Gesetzesentwurf dargelegt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

On January 1st, 2015, the constitutional amendment introducing the new constitutional complaint against decisions by civil and criminal courts in Austria will come into force. This remedy addresses shortcomings in the current legal system regarding the protection of individuals against legal norms. Provided that certain conditions are met, parties of any civil or criminal proceeding can thus, as of next year, appeal directly to the Constitutional Court, which then examines the norms for their constitutionality and nullifies them, if they arent consistent with the constitution.However, since the first proposals were formulated, this constitutional amendment has had a history of more than 50 years of numerous, different draft laws and highly controversial debates. Particularly the Austrian Convention investigated in detail the possibilities of extending the rights of parties in judicial review proceedings. Furthermore, since the 24th legislative period not fewer than four different draft laws have been submitted to the National Assembly, prior to eventually adopting the constitutional amendment introducing the constitutional complaint in Austria in June 2013. This diploma thesis therefore provides a comprehensive overview of the constitutional amendments history, presents and compares its different draft laws as well as outlines benefits and potential problems related to the new constitutional complaint. Due to the fact that a few weeks ago a new ministerial draft law has been submitted, providing the statutory regulations for implementing the constitutional complaint, the last part of this diploma thesis will also go into detail on these regulations and expose some potential procedural problems in this regard.