Titelaufnahme

Titel
Des Rätsels (intertextuelle) Lösung? : Formen einer argentinischen nueva novela de enigma / vorgelegt von Theresa Zuschnegg
Verfasser/ VerfasserinZuschnegg, Theresa
Begutachter / BegutachterinErtler, Klaus-Dieter
Erschienen2014
Umfang115 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Argentinien / Kriminalroman / Rätsel <Motiv> / Intertextualität / Geschichte 2003-2007 / Argentinien / Kriminalroman / Rätsel <Motiv> / Intertextualität / Geschichte 2003-2007 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78346 Persistent Identifier (URN)
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Des Rätsels (intertextuelle) Lösung? [1.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Verbrechen, Detektiv, Aufklärung kaum einer anderen Gattung begegnet man mit einer solch fest umrissenen Erwartungshaltung wie dem Kriminalroman. Was passiert aber, wenn am Ende der Handlung das Problem noch immer nicht aus der Welt geschafft wurde. Woran liegt es? An der Unlösbarkeit des Falls, an einer zu chaotischen fiktiven Welt oder an der Enttrivialisierung eines populären Genres? Diesen Fragen wird auf die Spur gegangen, indem anhand Einzeltext- und Systemreferenzen die Konsistenz der Gattung geprüft wird. Dem Aspekt der intertextuellen De-Konstruktion widmet sich die vorliegende Arbeit mittels vier argentinischer Kriminalromane, die ab den 2000er Jahren publiziert wurden (El enigma de Paris und La sexta lámpara von Pablo de Santis sowie Crímenes de Oxford und La muerte lenta de Luciana B. von Guillermo Martínez). Zum einen wird ausgehend von gattungsgeschichtlichen und theoretischen Überlegungen ein neuer Zugang zum Genre und somit dessen innovativer Charakter offenbar. Zum anderen zeigt die Analyse, dass im Sinne von Harold Blooms Einflusstheorie die Poetologie von Jorge Luis Borges in den analysierten Romanen einerseits fortgeschrieben, andererseits überwunden wird. Insofern lässt sich feststellen, dass De Santis und Martínez die Gattung ,Kriminalroman sowie die Werke von Borges einer kritischen Re-Lektüre unterziehen. Aufgrund thematischer, formaler und systemreferentieller Ähnlichkeiten innerhalb des Korpus lassen sich Merkmale einer Subgattung einer nueva novela de enigma eruieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Crime, detection, elucidation there is hardly any other genre with such clearly defined expectations as the detective novel. But what happens if the problem has still not been disposed of at the end of the plot. Why does that happen? Is it due to the unsolvability of the case, to a chaotic fictional world or to the de-trivialization of a popular genre? These issues will be examined by looking at the consistency of the genre on the basis of “individual” and “system references” (“Einzeltext- und Systemreferenzen”). This paper focuses on the aspect of intertextual de-construction in four Argentinian detective novels, which were published from the beginning of the 21st century onwards (El enigma de Paris and La sexta lámpara by Pablo de Santis as well as Crímenes de Oxford and La muerte de lenta de Luciana B. by Guillermo Martínez). Firstly, a new approach to the genre and its innovative character is revealed by generic-historical and generic-theoretical considerations.Secondly, the analysis of the novels shows that in terms of Harold Bloom's theory of influence, the poetics of Jorge Luis Borges is both updated and outdated. In this respect, it can be said that the genre ,crime novel and Borges are being subjected to a critical re-reading by De Santis and Martínez. Due to thematic and formal similarities as well as analogies in the intertextual practice within the analyzed corpus, a subgenre a nueva novela de enigma can be assumed.