Titelaufnahme

Titel
How to deal with online personal data? : the right to be forgotten and its repercussions in international, European and domestic law / vorgelegt von Lisa Sonnleitner
Verfasser/ VerfasserinSonnleitner, Lisa
Begutachter / BegutachterinBenedek, Wolfgang
Erschienen2014
UmfangVII, 104 Bl. : Zsfassung (1 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Personenbezogene Daten / Löschungsanspruch / Internationales Recht / Personenbezogene Daten / Löschungsanspruch / Internationales Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78335 Persistent Identifier (URN)
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How to deal with online personal data? [1.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Recht auf Vergessen gewährt jedem Menschen das Recht, selbst zu bestimmen, ob und wie lange persönliche Daten im Internet auffindbar sein sollen. Der genaue Umfang des Rechts wurde noch nicht definiert, aber es erweitert das bestehende Löschungsrecht und schützt Menschen davor, dass sich Inhalte im Internet ewig auf ihr Leben auswirken können. Das Recht auf Vergessen geht primär auf die Idee von Mayer-Schönberger zurück, Verfallsdaten für personenbezogene Daten einzuführen. Des Weiteren hat auch die Europäische Kommission 2012 angekündigt, ein Recht auf Vergessen in die neue Datenschutz-Grundverordnung aufzunehmen. Erst kürzlich hat auch der Europäische Gerichtshof einem Spanier das Recht gewährt, von Google die Entfernung eines Beitrags aus den Suchergebnissen zu verlangen.Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit der maßgeblichen Literatur zur Ausgestaltung des Rechts auf Vergessen und zeigt auf, dass es sich hier um ein komplexes Recht handelt, das viele verschiedene Akteure, Ansprüche und Kategorien von Daten berücksichtigen muss. In der darauffolgenden Analyse der relevanten Rechtsquellen des internationalen, europäischen und österreichischen Rechts zeigt sich, dass das derzeit geltende Recht nicht denselben Grad an informationeller Selbstbestimmung wie das Recht auf Vergessen bieten kann. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene Recht auf Vergessen verstärkt zwar die Rechte des Einzelnen, geht aber dennoch nicht weit genug. Auch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs deckt nur einen Teilbereich des Rechts auf Vergessen, nämlich die Verantwortlichkeit von Suchmaschinenbetreibern, ab. Außerdem ist es auch zweifelhaft, ob Google eine geeignete Instanz ist, um über Löschanfragen zu entscheiden und ob es zielführend ist, Suchergebnisse nur aus den europäischen Google-Versionen zu löschen. Schließlich erläutert diese Arbeit auch, warum für die effektive Umsetzung dieses Rechts ein gemeinsamer internationaler Ansatz notwendig ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The right to be forgotten is a legal concept which equips the individual with the right to determine if and for how long personal data shall be accessible on the Internet. The exact scope of the right has not yet been defined but there is agreement that the right to be forgotten shall expand the existing right to deletion and protect individuals from being branded by online data for the rest of their lives. The right to be forgotten primarily goes back to the idea of Mayer-Schönberger to introduce expiry dates for personal data. In 2012, the European Commission has announced to include a right to be forgotten in the new data protection regulation. And only recently the European Court of Justice has granted a Spanish citizen the right to have personal information removed from Googles search results.The first part of the thesis deals with the relevant literature on how to design a right to be forgotten and reveals a very complex right which has to unite different actors and claims but also all kinds of online data. In a next step, the analysis of the relevant documents in international, European and Austrian law shows that the current legal system does not grant the same level of informational self-determination a right to be forgotten would. The proposal of the European Commission improves the position of data subjects but it is still not far-reaching enough for the challenges of online computing. Also the decision of the European Court of Justice cannot be interpreted as introducing a right to be forgotten, as it only deals with one aspect of the right which is the liability of search engine providers. Furthermore, it is doubtful whether Google is a suitable institution to decide about deletion requests and whether it is appropriate to remove the deleted links only from the European versions of Google. Finally, the thesis also clarifies that an international approach is needed for an effective realization of the right to be forgotten.