Bibliographic Metadata

Title
Familiengerichtshilfe / von Jennifer Berger
AuthorBerger, Jennifer
CensorSimotta, Daphne
Published2014
DescriptionVIII, 106 S. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Familiengerichtshilfe / Österreich / Familiengerichtshilfe / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78293 Persistent Identifier (URN)
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Familiengerichtshilfe [1.09 mb]
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Abstract (German)

Die gegenständliche Arbeit befasst sich mit dem Thema „Familiengerichtshilfe“ einem justizeigenen Instrument, wodurch die Richterschaft soziale und psychologische Komponenten im Verfahren über Obsorge- oder Kontaktrechtsangelegenheiten an dieses ausgliedern kann und somit auch eine bessere Sachverhaltsfeststellung familiärer Streitigkeiten erreicht wird. Dadurch sollen auch die Entscheidungen qualitativ hochwertiger und nachhaltiger werden. Die Familiengerichtshilfe trägt ebenfalls zu vermehrten gütlichen Einigungen bei, woraufhin das Gericht erst gar nicht zu entscheiden hat. Die §§ 106ac AußStrG bilden den gesetzlichen Rahmen für einen etwaigen Einsatz dieser Einrichtung. Gedacht ist dabei an eine Unterstützung bei der Sammlung der Entscheidungsgrundlagen mittels spezifischer Erhebung und fachlicher Stellungnahme der Familiengerichtshelfer, eine solche zumindest bei der Vorbereitung einer gütlichen Einigungsmöglichkeit insbesondere im Rahmen eines Clearings und auch bei der Parteieninformation. Eine Beauftragung durch die RichterIn soll ebenfalls Rollenkonflikten entgegenwirken und zu einem zügigeren Verfahren beitragen.Bereits im Jahre 1914 fühlte sich der Gesetzgeber veranlasst etwas Vergleichbares wie die Familiengerichtshilfe zu verankern. Dabei blieb es jedoch, denn eine Umsetzung in der Praxis erfolgte nicht. Im Jahre 2011 einigte man sich im Rahmen der Arbeitsgruppe „Obsorge und Besuch“, welche sich aus der vom BMJ zur Reform des Kindschaftsrechts zusammengesetzten Arbeitsgruppe „Obsorge“ abspaltete, ein Modellprojekt namens „Familiengerichthilfe“ ins Leben zu rufen. Der Modellversuch startete im darauffolgenden Jahr und bewährte sich, sodass es in diesem Fall zu einer gesetzlichen Umsetzung erst nach einer Erprobung kam. Die Erwartungen, die mit der Familiengerichtshilfe einhergehen, waren und sind mannigfaltig. Letztlich aber obliegt es der unabhängigen Rechtsprechung was aus dieser (bloß) zu ihrer Unterstützung geschaffenen Einrichtung gemacht wird.

Abstract (English)

The figurative work deals with the theme of "Family court assistance". A justice‘s own instrument which the judiciary can outsource social and psychological components in the proceedings about custody or contact legal matter at this and consequently a better facts determine of family disputes is achieved. As a result, the decisions should be high-quality and sustainable. The family court assistance also contributes to increased amicable settlements, and not even the Court to decide. The §§ 106ac AußStrG form the legal framework for a possible use of this facility. Such at least in the preparation of an amicable agreement possibility in particular in the framework of a clearing and party information is intended to provide support for the collection of the decision through specific surveys and expert opinions of the Court helper. An order by the judge to counteract also role and contribute to a faster procedure.Already in 1914 the legislature felt compelled to entrench something similar such as the family court assistance, while it remained, however, an implementation in practice did not take place. It was agreed in the year 2011 within the framework of the Working Group "Custody and visit", which is from the Working Group assembled by the Ministry of Justice to reform of the law of the child "Custody" separated, to call a model project called "Family court assistance" in life. The pilot started the following year and proved itself so that it came in this case to a legal implementation only after a trial. The expectations that go along with the help of the family court, were and are manifold. But eventually the independent case-law it is what is done with these bodies set up (just) to assist.