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Title
Religionsfreiheit im Schulunterricht und Hausunterricht als Alternative : ein Vergleich zwischen Österreich und der Bundesrepublik Deutschland / von Isabella Fritsche
AuthorFritsche, Isabella
CensorWieser, Bernd
Published2014
DescriptionX, 89 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Religionsfreiheit / Unterricht / Deutschland / Österreich / Religionsfreiheit / Unterricht / Deutschland / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78266 Persistent Identifier (URN)
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Religionsfreiheit im Schulunterricht und Hausunterricht als Alternative [0.76 mb]
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Abstract (German)

Im öffentlichen Schulwesen kommt es bedingt durch das Aufeinandertreffen von Schülern und Lehrern mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen sowie aufgrund angewandter Unterrichtsmethoden, -ziele und -inhalte häufig zu Kollisionen der positiven mit der negativen Religionsfreiheit. Anhand eines rechtlichen Vergleichs zwischen Österreich und der Bundesrepublik Deutschland behandelt diese Diplomarbeit die Frage, ob Hausunterricht eine sinnvolle Lösung ist, diesen Konfliktsituationen zu entgehen bzw. ob solche Situationen überhaupt vermieden werden sollen. Nach einer Einführung in die Rechtsgrundlagen der Religionsfreiheit im Allgemeinen sowie im Schulwesen im ersten Teil der Arbeit, welche das Verhältnis von Staat und Religion veranschaulichen soll, wird im zweiten Teil das Thema Hausunterricht erörtert. Um darzulegen, inwieweit Eltern ihre Kinder aufgrund ihrer religiösen Überzeugung häuslich unterrichten dürfen sollten, ist eine Darstellung des Verhältnisses zwischen staatlichem und elterlichem Erziehungsauftrag erforderlich. Trotz gemeinsamer Grundvoraussetzungen in dieser Beziehung haben die beiden Staaten gegensätzliche Regelungen betreffend den Hausunterricht. Daher wird die Entwicklung der Unterrichtspflicht in Österreich und die der Schulbesuchspflicht in Deutschland dargestellt. Es folgt eine Erörterung der dadurch entstandenen rechtlichen Situationen: die Anerkennung und Gestaltung häuslichen Unterrichts in Österreich und dessen Verbot sowie die Sanktionen in Deutschland. Die Arbeit soll Anhaltspunkte geben, inwieweit die behandelten Rechtsordnungen Konfliktsituationen aufgrund der Religion in öffentlichen Schulen lösen bzw. ob Hausunterricht dafür geeignet ist.

Abstract (English)

In the public school system the positive and the negative freedom of religion often come into conflict due to the different religious beliefs of pupils and teachers and to the applied teaching methods as well as educational objectives and contents. On the basis of a legal comparison between Austria and the Federal Republic of Germany, this thesis addresses the question of whether Homeschooling is a sensible solution to avoid these situations of conflict or of whether such situations should be avoided altogether. Following an introduction to the legal basis of freedom of religion in a general point of view and in terms of education in the first part of this thesis, which illustrates the relationship between state and religion. In the second part the topic of Homeschooling is discussed. In order to demonstrate the extent to which parents should be allowed to teach their children because of their religious beliefs, a representation of the relationship between state and parental educational mandate is required. Despite common basics in this respect, the two states have opposing regulations for Homeschooling. Therefore the development of compulsory education in Austria and the compulsory school attendance in Germany is explained, followed by a discussion of the current legal situations: the admission and arrangement of Homeschooling in Austria and the legal prohibition as well as the sanctions in Germany. The thesis should give indications for whether the subjected jurisdictions offer a solution to the problem of religious conflicts in public schools or if Homeschooling is applicable in this regard.