Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen der Arbeitsmarktsituation auf Fertilitätsentscheidungen in Europa : am Beispiel der Länder Norwegen, Österreich und Italien / Cristina Volpe
Verfasser/ VerfasserinVolpe, Cristina
Begutachter / BegutachterinHaller, Max
Erschienen2014
Umfang98 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Norwegen / Österreich / Italien / Frau / Kinderwunsch / Arbeitsmarkt / Norwegen / Österreich / Italien / Frau / Kinderwunsch / Arbeitsmarkt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-78014 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen der Arbeitsmarktsituation auf Fertilitätsentscheidungen in Europa [0.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zur Erklärung des Geburtenrückgangs seit den 1960er-Jahren gibt es verschiedene Ansätze. Im Rahmen dieser Arbeit wird auf demografische, ökonomische, soziologischen und biografische Fertilitätstheorien eingegangen. Dabei wird deutlich, dass immer wieder die weibliche Erwerbstätigkeit als Ursache für den Geburtenrückgang herangezogen wird.Allerdings besteht im europäischen Raum seit Mitte der 1980er-Jahre eine positive Korrelation zwischen der Frauenerwerbsquote und der Fertilität. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit von der These ausgegangen, dass die sinkende Fertilität in den letzten Jahrzehnten im gesamteuropäischen Raum vor allem im Zusammenhang mit den kontinuierlich steigenden Arbeitslosenquoten steht. Allerdings wird auch ein Einfluss der Familienpolitik, des Bildungsgrades sowie der Werteinstellungen der befragten Personen auf die Fertilität vermutet. Die aufgestellten Hypothesen werden anhand der beiden Datensätze, der European Value Study aus dem Jahr 2008 und dem Generations and Gender Survey aus dem Jahr 2009 überprüft. Anhand dieser beiden Datensätze werden kausale Zusammenhänge sowie die Stärke des Einflusses der genannten Variablen auf die Kinderzahl überprüft.Aus den Auswertungen ergibt sich, dass nach wie vor ein hoher Kinderwunsch besteht. Deutlich wird auch, dass arbeitslose Frauen weniger Kinder haben und auch stärker von Kinderlosigkeit betroffen sind als berufstätige Frauen. Teilzeitbeschäftigte Frauen weisen die höchste Kinderzahl auf. Betrachtet man die familienpolitischen Maßnahmen der jeweiligen Länder, zeigt sich, dass vor allem ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen zu einer Steigerung der Fertilität führen kann. Bargeldtransfers tragen wesentlich weniger zur Steigerung der Fertilität bei. Darüber hinaus zeigt sich in allen drei untersuchten Ländern ein negativer Zusammenhang zwischen der Höhe des Bildungsgrades und der Fertilität, und zwar sowohl bei Frauen als auch bei ihren männlichen Partnern.

Zusammenfassung (Englisch)

There are different approaches to better explain the birth decline since the 1960s. In the context of this thesis the fertility theory is analysed as regards the demographic, economic, sociological and biographical approach. Looking at these different approaches, it can be noticed that when trying to explain the birth decline during the last years, the increase of the female employment rate is always taken as a reason therefore.However, since the mid 1980s there is a positive correlation between the female employment rate and the fertility rate within the European area. For this reason in the present thesis it is assumed that the declining fertility rate within the whole European area is strongly related mainly to the continuously increasing unemployment rates. Furthermore, a connection between family politics, educational degree as well as the attitude towards values of the interviewed persons and fertility is assumed. The hypotheses staged are analysed on the basis of two data sets, the European Value Study from the year 2008 and the Generations and Gender Survey from the year 2009. By means of these two data sets causal connections as well as the strength of influence by the mentioned variables on the number of children are analysed. It results that there is still a high desire for children in all three countries. It becomes evident also that the unemployed women have less children and are more affected by childlessness. Half-time employed women have the highest number of children. Looking at the measures regarding family politics of the respective countries, it becomes evident that mainly an area-wide offer of childcare organisations leads to an increase in fertility. Cash transfers contribute much less to an increase in fertility.Furthermore, it can be stated that in all three analysed countries a negative correlation between the level of education and fertility is at hand as well for women as for their male partners.