Titelaufnahme

Titel
Lebensstil Single : kulturanthropologische Überlegungen / vorgelegt von Eva Kreimer
Verfasser/ VerfasserinKreimer, Eva
Begutachter / BegutachterinSchrutka-Rechtenstamm, Adelheid
Erschienen2014
Umfang115 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Einzelpersonenhaushalt / Einzelpersonenhaushalt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77783 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Lebensstil Single Kulturanthropologische ÜberlegungenEs wird immer wieder öffentlich und in den Medien über Singles und eineSinglegesellschaft diskutiert. Dabei geht es vor allem um die Individualisierung derMenschen und die Bedrohung des traditionellen Familienbildes durch die Singles. Jedochstellen Singles noch immer eine Minderheit in unserer Gesellschaft dar vor allem dann,wenn zur Definition eine enge Begriffsbestimmung herangezogen wird, die Menschenumschreibt, welche in einem Einpersonenhaushalt leben, 25 bis 55 Jahre alt sind, auseigenem, freiem Willen für längere Zeit alleine leben wollen und keinen festen Partnerhaben.Das Leben als Single gestaltet sich sehr unterschiedlich und vielfältig. Ob es nun alsPhase zwischen zwei Partnerschaften gesehen wird oder als fester Lebensplan, Singleshaben ihre eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse in Bezug auf den Beruf, Konsum unddie Freizeit. Vielfach werden sie mit Stereotypen, Vorurteilen und ihrer eigenenUnsicherheit konfrontiert. Die theoretischen Ansätze einer Individualisierungstheorie nachUlrich Beck, Elisabeth Beck-Gernsheim und Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny bzw. dieDifferenzierungstheorie von Thomas Meyer sollen gesellschaftliche Entwicklungenerklären und versuchen einzuschätzen, wie und warum sich eine „Singlegesellschaft“entwickeln kann.Viele Zukunftsprognosen über die weitere Entwicklung einer „Singlegesellschaft“ sindnegativ gezeichnet. Egoismus, Entsolidarisierung, Einsamkeit, instabile sozialeBeziehungen, der Zerfall von Subsidiarität in der sozialen Sicherung und der darausresultierende hohe Pflegebedarf, die Überlastung sozialstaatlicher Institutionen, dieGefährdung des Generationenvertrages und ein übermäßiger Verkehrs- undWohnungsbedarf sind Punkte dieser Vorhersagen. Die vorliegende Arbeit ergründet dasPhänomen „Single“, seine Entstehung und Entwicklung, die Einstellung der Gesellschaftsowie der Singles selbst diesem Phänomen gegenüber.

Zusammenfassung (Englisch)

Lifestyle Single Cultural Anthropological ReflectionsSingles and a society of singles are issues that are regularly discussed publicly and in themedia. These discussions mainly concern the peoples individualization and the threat thatsingles pose to the traditional conception of family. However, singles still constitute aminority in our society especially when using the very narrow definition of singles beingpeople who live in a one-person household, are between 25 and 55 years old, live alonefor a longer period of time of their own free will, and do not have a stable relationship.Life as a single is very diverse and varied. Whether it is seen as a phase between tworelationships or as a life plan singles have their own conceptions and needs in terms ofcareer, consumption and free time. Often they are confronted with stereotypes, prejudicesand their own self-consciousness. The theoretical approaches of the individualizationtheory according to Ulrich Beck, Elisabeth Beck-Gernsheim and Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny as well as the differentiation theory by Thomas Meyer intend to explain societaldevelopments and try to assess how and why a “society of singles” can develop.Many forecasts about the further development of a “society of singles” paint a rathernegative picture. Aspects of these predictions refer to egoism, a lack of solidarity,loneliness, unstable social relationships, decay of subsidiarity in social security resulting ina high demand for care, the welfare state institutions being overloaded, the intergenerationalcontract being threatened and an extended necessity for transportation andhousing. The present thesis explores the phenomenon “single”, its origins anddevelopment as well as how the society and the singles themselves view thisphenomenon.