Titelaufnahme

Titel
Intergenerationelle Suffizienzgerechtigkeit und Konzeptionen des Wohlergehens : Capability-Approach und Basic-Needs-Approach im kritischen Vergleich in Hinblick auf die Definition eines Schwellenwertes des Wohlergehens für Angehörige zukünftiger Generationen / David Horvath
Verfasser/ VerfasserinHorvath, David
Begutachter / BegutachterinMeyer, Lukas
Erschienen2014
Umfang134 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Wohlbefinden / Grundbedürfnis / Nachhaltigkeit / Wohlbefinden / Grundbedürfnis / Nachhaltigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77574 Persistent Identifier (URN)
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Intergenerationelle Suffizienzgerechtigkeit und Konzeptionen des Wohlergehens [1.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

„Nachhaltigkeit“ ist zu einem weit verbreiteten Modewort geworden. Es gibt eine Vielzahl an Definitionen und Vorstellungen darüber, worin eine nachhaltige Entwicklung besteht. Dabei besteht die Grundidee in einer einfachen Unterscheidung in zwei Typen von Handlungen: 1) solche, die ihre eigenen Grundlagen untergraben und deswegen langfristig nicht fortgesetzt werden können und 2) solche, für die das nicht gilt. Auf einer elementaren Ebene ist eine nachhaltige Entwicklung durch Handlungen des zweiten Typs charakterisierbar. Eine gehaltvolle Nachhaltigkeitskonzeption muss darüber hinaus auch angeben, wann es sich um eine gerechte Entwicklung handelt. Da es dabei um das Verhältnis zwischen der gegenwärtigen Generation und ihren Nachfahren geht, müssen spezielle Probleme der intergenerationellen Gerechtigkeit gelöst werden. Besonders gravierend ist das so genannte Nicht-Identitätsproblem, da es die Möglichkeit von Verpflichtungen gegenwärtig lebender Personen gegenüber ihren Nachkommen widerlegt. Eine effektive Lösung dafür liefert der sogenannte Schwellenwertbegriff der Schädigung. Demnach gilt eine Person als geschädigt, wenn ihr Wohlergehen unter einen bestimmten Schwellenwert fällt. Damit diese Konzeption konkretisiert werden kann, ist es notwendig, eine Vorstellung von menschlichem Wohlergehen zu spezifizieren und zu prüfen, ob sie sich für die Festlegung eines Schwellenwertes eignet. In der vorliegenden Arbeit werden ein Grundbedürfnisansatz und der capability approach von Amartya Sen analysiert und miteinander verglichen. Beide Optionen werden darauf hin geprüft, wie gut sie als Maßstab des Wohlergehens geeignet sind, um einen Schwellenwert der Schädigung festzulegen. Der capability approach liefert ein elaboriertes Modell menschlichen Wohlergehens. Allerdings ergeben sich durch die Anwendung auf zukünftige Generationen spezielle Herausforderungen, die durch eine Variante des Grundbedürfnisansatzes besser gelöst werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

“Sustainability” has become a widely used buzz word. There is a plethora of definitions and ideas of what sustainable development is about. The basic idea behind it consists in a distinction between two types of actions: 1) those which undermine their own foundations and thus cannot be proceeded in the long run and 2) those where does not apply. On a basic level sustainability can be described as a set of type-2-actions.Furthermore a substantial conception of sustainability has to reveal which kind of development is just. Particular problems of intergenerational justice have to be solved, because this question deals with the relationship between the currently living generation and their descendants. Among them the non-identity problem is especially grave. It aims at refuting the very possibility of obligations currently living persons might have to their offspring. An effective solution for this problem is provided by the so-called Threshold Conception of Harm. It claims that a person is harmed, if his well-being falls below a certain threshold. For specifying this conception a notion of human well-being has to be chosen carefully. It then has to be scrutinized if it can be used for defining a threshold.For the present thesis a basic needs approach and the capability approach, advocated by Amartya Sen, are examined for each other and compared. Both options are tested for their appropriateness as measure of well-being and regarding the question how a threshold of harm could be defined in terms of the respective approach. The capability approach provides a elaborated model of human well-being. But because of particular challenges, posed by the application on future generations, a certain version of the basic needs approach performs better.