Titelaufnahme

Titel
Kohle im Ilzer Revier : 1799 - 1964 / vorgelegt von Peter Kiesswetter
Weitere Titel
Coal in the district of Ilz : 1799 -1964
Verfasser/ VerfasserinKiesswetter, Peter
Begutachter / BegutachterinReisinger, Nikolaus
Erschienen2014
Umfang158 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Oststeiermark / Kohlenbergbau / Geschichte 1799-1964 / Oststeiermark / Kohlenbergbau / Geschichte 1799-1964 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77447 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Südwestlich von Ilz bildeten sich im Tertiär die jüngsten Braunkohlen Österreichs aus. Bereits vor 1799 erhielt ein Leopold Mayer das Recht hier Kohle abzubauen. Graf Kajetan Wildenstein erwarb 1799 dieses Recht, verkaufte die Grube aber dann 1806. Bis zur Einstellung im 1835 gab es mehrere Eigentümerwechsel. Aus der Kohle wurde primär Alaun gesotten.Anton Graf von Pergen nahm den Abbau in Mutzenfeld wieder auf und betrieb ihn bis 1850. Nach Mutungen ließ sich das „Hohe k.k. Montanaerar“ 1846 mit den „Steinkohlenbergbauen Ilz Nr. I V“ belehnen und verkaufte insgesamt 36 Grubenmaße am 31.3.1847 an Alois Miesbach, den größten Bergbauunternehmer und Ziegelbrenner des Kaisertums Österreich. Sein Erbe Heinrich Drasche verkaufte 1858 an die Familie Borkenstein, die die Kohle in ihren Textilfabriken in Neudau und Burgau verwertete. Auch die Tabakfabrik Fürstenfeld war Abnehmer. 1908 wurde an die „Ilzer Kohlenwerke Egon von Lenz“ verkauft. Auch kleinere Zechen in Walkersdorf, Kleegraben, Reigersberg, Ödenberg und Höllgraben wurden von dieser Gruppe erworben, die den Bergbau bis zur Schließung 1964 betrieb. Der Braunkohlenbergbau in Mutzenfeld gelangte über acht Eigentümer 1954 ebenfalls ins Eigentum der Ilzer Kohlenwerke.Gruben weiterer Unternehmer in Breitenbach, Ziegenberg, Schweinz und Reigersberg, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verliehen wurden, konnten sich nur kurz halten, da ihre wirtschaftliche Basis zu klein war.Die kleinen Ilzer Bergwerke mit ihrem sehr schmächtigen Flöz hatten ihre Hochkonjunktur während der beiden Weltkriege und den Notzeiten danach. Die Kohle ähnelte der des Weststeirischen Reviers und diente primär dem Hausbrand in der näheren Umgebung. Auskohlung und mangelndes Eigenkapital, sowie das Aufkommen von Ölfeuerungen machten den Bergbau ab 1962 unrentabel, sodass sich die letzte Eigentümerin der „Ilzer Kohlenwerke“ im Jahr 1964 zum Schließen genötigt sah.

Zusammenfassung (Englisch)

Südwestlich von Ilz bildeten sich im Tertiär die jüngsten Braunkohlen Österreichs aus. Bereits vor 1799 erhielt ein Leopold Mayer das Recht hier Kohle abzubauen. Graf Kajetan Wildenstein erwarb 1799 dieses Recht, verkaufte die Grube aber dann 1806. Bis zur Einstellung im 1835 gab es mehrere Eigentümerwechsel. Aus der Kohle wurde primär Alaun gesotten.Anton Graf von Pergen nahm den Abbau in Mutzenfeld wieder auf und betrieb ihn bis 1850. Nach Mutungen ließ sich das „Hohe k.k. Montanaerar“ 1846 mit den „Steinkohlenbergbauen Ilz Nr. I V“ belehnen und verkaufte insgesamt 36 Grubenmaße am 31.3.1847 an Alois Miesbach, den größten Bergbauunternehmer und Ziegelbrenner des Kaisertums Österreich. Sein Erbe Heinrich Drasche verkaufte 1858 an die Familie Borkenstein, die die Kohle in ihren Textilfabriken in Neudau und Burgau verwertete. Auch die Tabakfabrik Fürstenfeld war Abnehmer. 1908 wurde an die „Ilzer Kohlenwerke Egon von Lenz“ verkauft. Auch kleinere Zechen in Walkersdorf, Kleegraben, Reigersberg, Ödenberg und Höllgraben wurden von dieser Gruppe erworben, die den Bergbau bis zur Schließung 1964 betrieb. Der Braunkohlenbergbau in Mutzenfeld gelangte über acht Eigentümer 1954 ebenfalls ins Eigentum der Ilzer Kohlenwerke.Gruben weiterer Unternehmer in Breitenbach, Ziegenberg, Schweinz und Reigersberg, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verliehen wurden, konnten sich nur kurz halten, da ihre wirtschaftliche Basis zu klein war.Die kleinen Ilzer Bergwerke mit ihrem sehr schmächtigen Flöz hatten ihre Hochkonjunktur während der beiden Weltkriege und den Notzeiten danach. Die Kohle ähnelte der des Weststeirischen Reviers und diente primär dem Hausbrand in der näheren Umgebung. Auskohlung und mangelndes Eigenkapital, sowie das Aufkommen von Ölfeuerungen machten den Bergbau ab 1962 unrentabel, sodass sich die letzte Eigentümerin der „Ilzer Kohlenwerke“ im Jahr 1964 zum Schließen genötigt sah.

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