Titelaufnahme

Titel
Durch:Sichtbarkeit:Kontrolle : zur dialektischen Beziehung von Transparenz und Kontrolle im Bildungsbegriff / vorgelegt von Christoph Straka
Weitere Titel
Durch Sichtbarkeit Kontrolle
Verfasser/ VerfasserinStraka, Christoph
Begutachter / BegutachterinHolzer, Daniela
Erschienen2014
Umfang138 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Bildung / Transparenz / Bildung / Transparenz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-77394 Persistent Identifier (URN)
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Durch:Sichtbarkeit:Kontrolle [1.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, das weite semantische Feld, das mit dem gegenwärtig so populären Begriff der Transparenz verbunden ist, in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zu skizzieren. Dazu widmet sich die erste Skizze zunächst der Entwicklung des Schädel-Hirn-Bereichs zum Hort der Wahrheit, auf den sich das nach eigener Durchschaubarkeit strebende Subjekt beziehen kann. Sie schließt mit dem Nachweis, dass entgegen der Versprechen ausgerechnet in der semantischen Intransparenz der modernen Bilder vom Gehirn dieser Bezug des Subjekts nicht abschließbar ist. In der zweiten Skizze steht einerseits der Baustoff Glas in seinen heterogenen Bedeutungen im Zentrum, andererseits die (stadt)architektonische Einlösung der Transparenz als Schaffung eines durchlässigen Raumes, innerhalb dessen die Zirkulation von Luft, Licht, Menschen und Waren zum obersten Credo erhoben wird. In der dritten Skizze wird der Versuch unternommen, aus einer Hegemonie-theoretischen Perspektive die Notwendigkeit einer Intransparenz der Repräsentation innerhalb des demokratischen Raumes zu betonen. In der abschließenden letzten Skizze werden schließlich unterschiedliche bildungswissenschaftliche Fragestellungen angeführt, die das Verhältnis von Transparenz und Emanzipation behandeln, sowieso kritische Analysen zweier Transparenz-affiner Strategien innerhalb der Erwachsenenbildung (das Kompetenzmodell der Weiterbildungsakademie und der Lehr-Lern-Vertrag bei Erhard Meueler) andeuten. Ziel der Analysen ist der Nachweis subtiler Kontrollmechanismen, die mit dem Anspruch, der Forderung nach Transparenz nachzukommen, unweigerlich verbunden sind.

Zusammenfassung (Englisch)

In my thesis I try to work out the widespread meanings of the currently popular concept of transparency by giving an outline of different sectors of society, in which this term is more or less obviously used. Therefor the first sketch attends for the genealogy of the brain-skull-area as a area of truth, the subject refers to in his attempt to reach self-transparency. To close the first sketch I discuss the interminability of this process of reference as a explicit not promised result of the non-transparent character of modern brainimages. In the second sketch I focus both on the glas as a multi meaningful material, and on the urban-architectonic fulfillment of transparency , understood as the creation of an space, which supports the circulation of air, light, people and goods. The third sketch shows in a hegemony theoretical view the necessity of an non-transparent representation in the democratic space. Finally the fourth sketch raises some issues od educational science, such as the relation between emancipation an transparency, and offers the critical analyse of two strategies in the adult education, which both use different ways to handle the problem of an non-transparent subject of Bildung (on the one hand the Kompetenzmodell of the Weiterbildungsakademie Österreich, on the other hand the Lehr-Lern-Vertrag by Erhard Meueler). The aim of the analyses is to proof, that claiming a transparent relation to one self and to other leads inevitably to subliminal mechanism of control.